Bruderschaft II, § 291

Urusvati weiß, wie wenig die Menschen die Einwirkungen kosmischer Ströme anerkennen. Sie meinen, dass verfeinerte Organismen solchen Wirkungen am allerwenigsten ausgesetzt seien. Doch aus weitentferntem Altertum stammt das treffende Wort von der ‘Bürde der Welt.’ Solche Last tragen gerade die Auserwählten. Wer wird denn am ehesten auf die räumlichen Ströme reagieren? Vor allem diejenigen, die am verfeinertsten und am höchsten entwickelt sind. Derjenige, der ferne Erdbeben wahrnimmt, leidet sehr. Genau das gleiche geschieht bei Schlägen kosmischer Ströme. Die Schnelligkeit solcher Ströme übertrifft die Lichtgeschwindigkeit. Ihre Erforschung befindet sich noch im Anfangsstadium. Rein zufällig stößt man auf irgendwelche unerklärlichen Symptome. Der Arzt jedoch sollte sich dessen erinnern, dass viele Erkrankungen Bezug zu kosmischen Strömen haben. Nicht genug dessen, dass die Menschen in sich starke Gifte erzeugen, atmen sie diese auch noch in Ausbrüchen des Hasses aus. Die Legende vom giftigen Atem hat ihre wahre Grundlage. Das Gebrüll von Menschenmassen vermag den Raum nicht nur zu erschüttern, sondern der Atem der Feindseligkeit kann die umgebende Atmosphäre auf lange Zeit hin vergiften. Es ist sehr an der Zeit, in den Tagen des Harmagedon daran zu erinnern. Die Menschen versuchen, sich mit Masken vor giftigen Gasen zu schützen, doch mit einer weiteren Maske sollte man sich wappnen: Nämlich unerschütterlich klar zu erkennen, dass der Gedanke vor giftigem Atem zu schützen vermag. Möge der Mensch es nicht vor sich verbergen, dass ein solches Gift existiert, doch gleichzeitig sich auch dessen erinnern, dass der Gedanke die verderblichsten Atemströme abzuwehren in der Lage ist. Allein der Gedanke kann das Gegengift schaffen. Diese Worte dürfen nicht nur symbolisch aufgefasst werden. Der Gedanke schafft einen Stoff und zieht hilfreiche Kräfte aus dem Raum herbei. Wir haben vom Widerstand gegenüber dem Bösen gesprochen; als mächtiger Helfer erweist sich der Gedanke, der feinsinnige, klare, disziplinierte Gedanke. Solch ein Gedanke vermag viele Gegengifte zu erzeugen. Auch im physischen Sinne schafft der Gedanke ein schützendes Netz. Die sogenannte Immunität ist eine Folge des Gedankens. Doch wenn man den Gedanken dadurch verstärkt, dass man Unserer gedenkt, so wird seine Macht zunehmen. Denkt an Uns. Denkt an die Wirklichkeit des Seins, und nehmt die Schrecken des Harmagedon wahr. Der Denker tröstete Seine Schüler, indem Er sagte: ‘Ein unsichtbarer Bote ist bereit, euch zu berühren. Gewährt ihm Zutritt.’

‹ § 290 · Inhaltsverzeichnis · § 292 ›