Bruderschaft II, § 265

Urusvati weiß, wie bedeutsam Loslösungen sind, die sich im Bewusstsein herausbilden. Der Mensch kennt im Inneren des Bewusstseins die Zeichen einer Wendung im Verlauf seines Weges. Noch bevor die grobstoffliche Welt solche Bewegungen aufnimmt, kommt das Bewusstsein den äußeren Erscheinungen bereits zuvor. Man muss fähig sein, die Vorzeichen der Bewegung, die sich in der Tiefe des Bewusstseins befinden, zu spüren. Diese Vorzeichen können sowohl auf psychische als auch physische Weise zum Ausdruck kommen. Viele halten sie für eine Erkrankung, andere schreiben sie einer schlechten seelischen Verfassung zu. Nur sehr wenige verstehen, dass sich eine Loslösung von einem früheren Zustand zu einer neuen Stufe hin vollzieht. Einige werden solche Vorzeichen begrüßen, gewöhnlich aber fürchten die Menschen alles Neue und Unbekannte. Dennoch werden sich einige finden, die wissen, dass man sich über jede neue Stufe freuen sollte. Selbst in den besten Schichten der Feinstofflichen Welt kann man unmöglich unbegrenzt verbleiben. Und der eine wird traurig sein, von dort um neuer Erfahrungen willen ausziehen zu müssen, doch andere werden, wie erfahrene Krieger, zu neuen Siegen streben. Man muss dem Ruf des Bewusstseins aufmerksames Gehör schenken. Der Führer wird vor allem Erkenntnisse Schicht für Schicht ins Bewusstsein legen. Der Trost für den Menschen besteht darin, sich des gemachten Fortschrittes bewusst werden zu können. Umso erfreulicher ist es dann, wenn solch ein Fortschritt für das Gemeinwohl Bedeutung hat. Lasst uns keine Furcht hegen, da sich allein Mut, Tapferkeit und Bestrebung als Flügel erweisen und zum Ziel führen werden. Der Denker sprach oft über die Flügel des Menschen und wies darauf hin, dass rein irdische Flügel unzureichend seien: ‘Lernt es, euch lösen zu können, um nach oben zu blicken.’

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