Bruderschaft II, § 26

Urusvati hat Freunde oft vor den Angriffen der finsteren Kräfte gewarnt. Solche Warnungen sind überall notwendig. Man darf nicht denken, dass die Finsteren ihre Zerstörungen einstellen werden. Verwesung ist ihre Nahrung. Mord ist ihr Handwerk. Der Anschlag auf Geist und Körper ist ihre Freude. Man darf nicht annehmen, dass sie es nicht versuchen werden, auch hinter die bestverteidigten Grenzen zu dringen. Sie ziehen es eher vor, zugrundezugehen, werden aber von ihrer zersetzenden Tätigkeit nicht lassen. Manche Leichtgläubige meinen, dass ein mechanisches Rezitieren der Höchsten Namen sie bereits vor finsteren Angriffen schütze. Doch nicht Mechanik, sondern das reine Feuer des Herzens allein vermag einen sicheren Schild zu schaffen. Die Winkelzüge der Finsteren sind verschiedenartig. Neben gröbsten Anschlägen kann es feinste Berührungen geben, die auf die schwächste Stelle einwirken. Das Hineintragen von Zweifel wird das Lieblingsverfahren der Finsteren bei ihrer Annäherung sein. Der Zweifelnde ist bereits wehrlos. Man sollte meinen, dass solches Axiom ausreichend bekannt wäre, doch wie viele sind gerade an diesem Gift zugrunde gegangen! Ich meine, dass insbesondere viele Gegner der Wahrheit von solchen Einflüsterern hervorgebracht werden. Die offenkundigen Wahnsinnigen sind nicht so gefährlich wie die kleinen Hinterlistigen. Neue Arten von Giften werden erfunden, warum also nicht mit neuen Arten von Hinterlist auftreten? Solcher Überlegung über die finsteren Angriffe solltet ihr euch erinnern, wenn ihr euch das Innere Leben der Bruderschaft vorstellt. Wir sind ununterbrochen auf der Wacht. Es vergeht keine Stunde, in der nicht irgendwo den ausgeklügeltsten Angriffen der Finsteren Einhalt geboten werden müsste. Glaubt nicht, dass sie nur Unsere Schüler angriffen. Sie versuchen es überall, jeglichen guten Aufbau zu zerstören. Nach dem Gesetz der Schwingungen erfassen sie ausgezeichnet, wo die ihnen verhassten Formen des Guten entstehen. Es ist nicht nötig, ihnen Allwissenheit zuzuschreiben, doch sie wittern, wo sich ihre Antipoden befinden. Unsere Arbeit wird durch den Verlust von Energie bei Abwehr der finsteren Anfechtungen belastet. Sie wissen zwar, dass sie letzten Endes nicht mit Uns kämpfen können, doch sie träumen davon, die in den Raum gesandte Energie aufzusaugen. Wenn Wir daher auf Einigkeit und Vertrauen hinweisen, so rufen Wir dadurch zum schnellstmöglichen Sieg auf. Viele Zeichen eilen Uns zu. Niemand vergegenwärtigt sich, wie viel Zwietracht in der Welt herrscht! Die Menschen haben vergessen, dass jedes Land aus vielen Herzen besteht. Ihr Schmerz ist Unser Schmerz.

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