Bruderschaft II, § 248

Urusvati weiß, wie verschiedenartig Unsere Sendungen sind. Mitunter erscheinen sie in Form eines kurzen Befehls, bisweilen treten sie als unhörbare Erinnerungen auf, und manchmal lagern sie sich im Kelch ab, um zu festgesetzter Stunde offen zu erscheinen. Dann kommt es den Menschen vor, als erinnerten sie sich an etwas irgendwann einmal Gehörtes, das nun umso drängender in ihr Bewusstsein tritt, als die Frist näher rückt. Gegenüber einem solchen unerwarteten Auftauchen aus den Tiefen des KELCHES muss man sehr aufmerksam sein, weil darin viele Ereignisse zum Vorschein kommen, die nach dem Karmagesetz nur über das Bewusstsein aufgezeigt werden können. Auch ist es überaus wichtig, jene Art der Führung zu beobachten, die man über Kinder erhält. Oftmals bekräftigen Kinder, dass andere Kinder zu ihnen kämen, um mit ihnen zu spielen. Während des Spieles erfolgen dann Gespräche über nützliche Themen. Sie rufen oft die Erwachsenen herbei, an diesen Spielen teilzunehmen, doch die Erwachsenen sehen solche Spielfreunde nicht, da sie derartige Besuche für Halluzinationen halten. Man sollte aber darauf achten, dass es Erzählungen über solche Vorgänge in verschiedenen Ländern gibt, die nicht einfach als herangewehte, irgendwo gehörte Märchen bezeichnet werden können. Man muss den Aussagen der Kinder sehr aufmerksam Gehör schenken. Genauso aufmerksam sollte man auf Erscheinungen in der Umgebung Schwerkranker achten. Diese sehen nicht selten unbekannte Personen, die bestrebt sind, ihnen das Leid zu erleichtern. Mitunter sehen solche Personen wie verstorbene Verwandte aus. Die Berührungen mit den höheren Sphären fallen sehr verschiedenartig aus. Man muss die ganze Behutsamkeit und Fürsorge, die in derart feiner Weise zur Erscheinung kommt, schätzen. Die Menschen aber ziehen es vor, über entsetzliche Gespenster zu reden, wobei sie vergessen, dass es auch höhere Erscheinungen geben kann. Der Denker bemerkte, als man Ihm von Visionen Verwandter erzählte: ‘Es kann sein, dass hohe Geister sich in solche Hüllen gekleidet haben.’

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