Bruderschaft II, § 245

Urusvati weiß, welcher Schaden entstehen kann, wenn Wissensfetzen in die Hände Unwissender gelangen. Stellen wir uns einen solchen Unwissenden vor, der Auszüge der Lehre gehört hat und, ohne an Bewusstseinserweiterung zu denken, beginnt, den Raum mit unverstandenen Worten anzufüllen. Leider kann er dabei unbewusst den richtigen Rhythmus treffen, seine Ausrufe können dann irgendwo Disharmonie schaffen, und Zerstörung ist die Folge. Aber die Menschen denken gewöhnlich nicht an die Möglichkeit solcher Folgen. Sie denken nicht einmal so weit, dass aus der Lehre als erstes die Vervollkommnung des Bewusstseins hervorgehoben werden muss. Allein bei innerer Bestrebung ist es möglich, Harmonie zu finden, die es erlaubt, viele Formeln der Lehre anzuwenden. Es finden sich jedoch solche Toren, die eine sofortige Herausgabe der philosophischen Steine fordern, ohne aber sich darum zu sorgen, sich mit der Literatur zu diesem Thema vertraut zu machen. Der Lehrer solle ihnen einen Talisman senden, um damit vergrabene Schätze aufzufinden. Der Lehrer solle sich nicht nach ihrem Bewusstseinsniveau richten und ihnen lieber gleich die Geheimnisse der Natur offenbaren. Ihr habt genug Briefe erhalten, die Meine Worte bestätigen. Dabei sind die Unwissenden bereit, dem Lehrer zu drohen und Ihn zu beschimpfen, wenn Er, ihrer Meinung nach, nicht eilt, sie mit Gold zu bereichern. Ich bedaure es, doch es ist unerlässlich, an solche Unwissenden zu erinnern, da sich aus ihnen die schädlichsten Verräter entwickeln können. Möge jeder die einfache Wahrheit verstehen, dass das Wissen nur dort Früchte tragen wird, wo es aufgenommen werden kann. Der Denker wies darauf hin, dass Wissen mit einem fruchttragenden Baum vergleichbar ist, ein verbrannter Baum jedoch keinen Wanderer ernähren könne.

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