Bruderschaft II, § 234

Urusvati weiß, wie sehr Wir wissenschaftliche Experimente fördern. Wenn man euch fragt, wie man sich gegenüber dem Experiment des Raketenfluges zum Mond verhalten solle, so antwortet: ‘Achtungsvoll!.’ Natürlich wissen Wir, dass die Forscher dort das Erwartete nicht finden werden, doch wird man trotzdem nützliche Beobachtungen machen. Zudem kann sich der Geist der Feinstofflichen Welt zuwenden und verstehen, dass viele Schlussfolgerungen nur auf dem Weg des Fluges im feinstofflichen Körper zustande kommen. Es lässt sich sehen, dass sich die Menschen auf ganz verschiedene Weise der Wahrheit nähern. Die einen mögen auf dem kürzesten Weg vorankommen, doch andere müssen erst einen babylonischen Turm errichten und viele komplizierte Formeln ansammeln, um dann zu einer sehr einfachen Erkenntnis zu gelangen. Wir stehen selbst kompliziertesten Experimenten nicht im Wege. Jeder hat seine eigene Natur und findet seinen eigenen Weg. Es wäre falsch, die Menschen alle einer einzigen Methode zuzuführen. So kann es sein, dass ein Mensch seine weit zurückliegenden Erinnerungen mitgebracht hat und nun danach strebt, sie zu verkörpern. Wenn auch aus Kanonen auf die fernen Welten geschossen würde, sollte das Denken auf diese Fragen gerichtet werden. Es ist nicht weise, den Denkfluss zu unterbinden. Oftmals schon hat der Mensch versucht, sich einstige Vermächtnisse wieder ins Gedächtnis zurückzurufen. Irgendwann hat er sich in anderen Verhältnissen und in einer anderen Sprache genau denselben Aufgaben zugewandt. Man muss solchen Versuchen achtungsvoll begegnen. Der Denker sprach: ‘Später werdet ihr einmal mit einem viele Jahrhunderte umfassenden Blick auf Mich schauen.’

‹ § 233 · Inhaltsverzeichnis · § 235 ›