Bruderschaft II, § 235

Urusvati weiß, wie ergebnisarm die Beschäftigung mit der Astronomie ist, wenn die psychische Energie und der feinstoffliche Körper nicht verstanden werden. Bei den Erwägungen über die fernen Welten muss man vor allem die irdischen Maßstäbe aufgeben. Man kann in astronomischen Ziffern versinken, ohne dabei einer Zusammenarbeit mit den fernen Welten näherzukommen. Sogar die Spektralanalyse ist von vielen Bedingtheiten umgeben. Sämtliche mechanischen Apparaturen können die Zusammenarbeit mit den fernen Welten nicht fördern. Von Milliarden Himmelskörpern können erst einige Hundert betrachtet werden, doch auch das mächtigste Teleskop wird im Vergleich mit der Realität der Unbegrenztheit nichtig sein. Verhalten wir uns dennoch achtungsvoll gegenüber jeder wissenschaftlichen Beschäftigung. Zu den Erkenntnisschritten muss die psychische Energie hinzugefügt werden. Mögen in den Observatorien ernsthafte Hellsichtige zugelassen werden. Möge die Mechanik mit der Psychotechnik vereint werden. Jedes Experiment braucht seine Bestätigung. Wundern wir uns nicht, wenn die aufgezeigte Zusammenarbeit viele Koordinierungen und Überprüfungen erfordert. Jeder Vergleich ergibt neue Gedanken und ist dadurch schon an sich nützlich. Babylon und Ägypten nutzten solche Vergleiche bereits. Leider war die damalige Mechanik noch nicht in der Lage, die psychische Energie zu unterstützen, so dass echte Koordinierungen nicht erreichbar waren. In Unserem Turm erfolgt die Arbeit in gegenseitiger Übereinstimmung jener beiden Prinzipien. Nur auf diese Weise sind wechselseitige Korrekturen der Schlussfolgerungen möglich. Es ist schwer, sich die ganze Komplexität der Bedingungen zwischen den Planeten vorzustellen. Auch beim Beginn der Luftfahrt stießen die Menschen auf unerklärliche Hindernisse. Erweitern wir diese Überlegung in die Unbegrenztheit. So gibt es Experimente, bei denen Hellsichtige überaus nützlich sein können. Besonders in den dünneren atmosphärischen Schichten der Erde können unsichtbare Kräfte auftreten und sehr starke Chemismen hervorrufen. Die Strahlen des Planeten können sich mit solchen Chemismen vereinigen, woraus unzählige verschiedene Verbindungen entstehen. Welch weites Feld für die Forschung, wenn die Forscher sich ihrer Vorurteile entledigten! Der Denker wies nicht nur einmal auf die Verbindung des Vorurteils mit dem Herzen hin. Der Erkennende kann nicht herzlos sein. Ist ein Gelehrter grausam, bedeutet dies, dass er der Wahrheit nicht nahesteht. Ist ein Gelehrter starrsinnig, ist er der Erkenntnis nicht würdig. Ist ein Gelehrter verzagt, heißt dies, dass er kein Auge für die Schätze der Natur hat. Kann ein Gelehrter nicht über die Begrenzungen des gestrigen Tages hinwegschreiten, ist es besser für ihn, sich nicht mit der Wissenschaft zu befassen. Ich spreche viel über den Denker, da es notwendig ist, an Seine unermüdliche Arbeit zu erinnern. Seine über Jahrhunderte gehende Arbeit war der Vertiefung des Denkens gewidmet. Ohne solche Selbstaufopferung wäre es unmöglich, Gedankenübermittlungen über solch eine außerordentlich große Entfernung zu erreichen. Daher sind jene lächerlich, die meinen, im Verlauf von drei Jahren etwas erfassen und erreichen zu können. Das Wesentliche liegt nicht in der Zeit, sondern in den Stufen der Bestrebung.

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