Urusvati weiß, dass die Bedingungen für die Verkörperungen mannigfaltig sind. Der Denker sprach: ‘Ein großer Volksführer hatte einmal eine bemerkenswerte Rede gehalten und fing anschließend an, etwas auf dem Boden zu suchen. Wie sich herausstellte, war während der Rede ein kleiner silberner Ring von seinem Finger heruntergefallen. Die Umstehenden lächelten und rieten ihm, doch die Suche eines solch nichtigen Gegenstandes einzustellen. Doch der Führer sagte: Ihr kennt die Herkunft dieses Ringes nicht. Vielleicht habe ich die Rede ja gerade seinetwegen gehalten.’ So verhält es sich auch mit den Verkörperungen. Die Menschen kehren zurück, um einen verlorenen Ring wiederzufinden, der zwar klein, für sie jedoch sehr bedeutungsvoll ist. Die Menschen können es sich nicht erklären, warum bedeutende Inkarnationen bisweilen mit unscheinbaren abwechseln. Doch wer weiß, welch wertvoller Gegenstand während eines schweren Lebensweges gefunden werden muss? Oft ist in der Reihe der Vervollkommnungsschritte ein vom Ansehen her kleiner, doch im Wert großer Stein erforderlich. Die Erscheinung vielfältiger Verkörperungen zeigt an, dass sich die wichtige Arbeit des Aufstiegs vollzieht. Nicht oft geben Wir nähere Auskunft über eine Inkarnation, wofür es viele Gründe gibt. Die meisten Menschen ertragen solches Wissen nicht. Vieles erscheint ihnen nicht einleuchtend zu sein. So verstehen sie nicht, warum die einen sich in mehreren Leben oft begegnen, es auf der anderen Seite aber Begegnungen gibt, zwischen denen Jahrtausende liegen, ohne dass dabei eine enge Verbindung an Kraft verliert. Die Menschen vergessen aber, dass es außer einer unmittelbaren Nähe auch Begegnungen geben kann, die mit anderen Gefühlen verbunden sind. Dafür muss man sich nicht nahe sein, sondern nur eine besondere Verehrung hegen oder ein Talent, eine Freundschaft besonders schätzen. Es muss daran erinnert werden, dass es Schwingungen sind, die die Menschen gegenseitig anziehen, und man sollte solchen Neigungen und Abneigungen besondere Aufmerksamkeit widmen. Hierüber ist viel geschrieben worden, ohne dass es im Leben angewandt worden wäre. Wir sollten uns vor allem enthalten, das Große und das Kleine mit irdischen Maßstäben herauszufinden. Oft ist ein kleines Korn wichtiger als ein ganzer Heuhaufen. Lernen wir, uns über jede Vervollkommnung zu freuen, denn sie führt zur Bruderschaft.