Urusvati weiß sogar in schweren Tagen, dass Kraft der Freude entspringt. Vor langem schon sagten Wir, dass die Freude eine besondere Weisheit ist. Wahrlich ist es so, denn die Freude muss man wahrnehmen und durch und durch erkennen. Schwermütige Menschen betrüben sich selbst mit ihrem Kummer und Elend. Unter dieser finsteren Hülle kann man die Freude nicht erblicken. Im Netz hoffnungsloser Traurigkeit erblinden die Menschen und verlieren ihre Kräfte. Sie können sich dann nicht mehr selbst helfen, noch lassen sie Unsere Hilfe zu sich durchdringen, denn Schwermut und Gereiztheit sind undurchdringlich. Aber niemand hat den Menschen je etwas vom Schaden der Schwermut erzählt. Hoffnungslos niedergeschlagene Menschen bezeichnet man als unglücklich gemacht. Denkt über das letzte Wort nach. Wer hat solche Menschen denn ihres eigenen Glückes beraubt? Vor allem haben sie sich selbst ihrer Möglichkeiten beraubt. Schon vor langer Zeit begannen sie mit ihrer Zerstörung. Unzufriedenheit, Bosheit und Gereiztheit schnitten den Weg zur Freude ab. Finstere Gedanken nahmen ihnen die Quelle ihrer Kraft. Selbstsucht verhinderte die Erkenntnis der Freude. Selbstsucht flüsterte, dass Freude nur im persönlichen Vorteil liege. Auf diese Weise wurde beste Früchte tragende Freude von abstoßenden Haufen der Schwermut verdeckt. Die durch ihre Schwermut Blinden sind die bedauernswertesten Zweibeiner. Der Mensch besitzt die hohe Gabe, die Freude erkennen zu können. Die hohe Stirn ist ihm verliehen, um das Höchste sehen zu können. Von den fernen Welten bis zur kleinsten Blume bringt alles den Menschen die Freude nahe. Neuer Kräftevorrat erwächst bei jeder Freude, weil hierbei eine Anspannung entsteht, die ein weiteres Tor öffnet. Wer gab diesen Menschen das Recht, sich einzubilden, dass sie für immer unglücklich gemacht seien? Diese Lüge wurde von der Unwissenheit verbreitet. Doch der weise Held weiß selbst in der Stunde der Verfolgung, dass der Weg zur Freude nicht verschlossen ist. Die Menschen vergessen die einfachste Wahrheit: dass alles in Bewegung ist. Traurigkeit wird vergessen, doch die Funken der Freude strahlen auf ewig. In Unserem langen Leben können Wir bestätigen, dass Freude unvergesslich bleibt und als Zufluss von Macht dient. Glücklich sind jene, die auch in der Feinstofflichen Welt die Freude bestätigen können. Wenn Wir davon sprechen, dass die Freude eilt, nähert sie sich tatsächlich. Doch oft wollen die Menschen sie nicht bemerken, da sie sich an ihre absichtlich vorgefassten Meinungen gebunden haben. So muss die Freude hintan bleiben, ohne die erwünschten Folgen zeitigen zu können. Seht euch weit um, und sammelt alle Flammen der Freude. Der Denker lehrte: ‘Lernt es, die Freude herbeizurufen. Außer allen anderen Musen lebt auch die Muse der Freude. Diese Beschützerin kann man nur mit Worten und Gedanken der Schönheit herbeirufen. Lasst euch nicht einfallen, ihr zu drohen und etwas von ihr zu fordern; sie naht nur auf dem Wege der Schönheit.’