Urusvati weiß, dass die Gedankenübertragung über sehr weite Entfernungen Selbstaufopferung erfordert. Kein menschlicher Gedanke verschwindet im Raum, doch besteht ein großer Unterschied zwischen Gedanken, die ohne festgesetzte Bestimmung dahingehen und einem Gedanken mit vorbestimmtem Ziel. Eine solche Sendung durchläuft verschiedene Sphären und ist unterschiedlichen Einwirkungen unterworfen. Stellen wir uns den Weg eines solchen Gedankens wie einen Telegraphendraht vor. Viele Umstände können ihn einer Gefahr aussetzen, es kann viele Berührungen geben, die teilweise unheilvolle Folgen zu zeitigen vermögen. Auch bei Gedankensendungen können Kurzschlüsse von Strömen auftreten, und der Sendende wird darunter leiden. Wir sprechen darüber, um daran zu erinnern, welch schwere Mission der Denker sich auferlegt hat, doch die Folgen sind einfach großartig. Es ist gesagt worden, dass der Gedanke im Raume klingt. Diese Definition ist nicht nur symbolisch, sondern auch wörtlich zu verstehen. Ihr habt das Erklingen von Saiten wie auch silberhelle Klänge vernommen. Die Anspannung des Gedankens erzeugt ein Klingen im Raum. Es lassen sich viele Volksüberlieferungen nennen, wo auf Ereignisse hingewiesen worden ist, denen Klangerscheinungen vorausgingen. Diese Angaben sind sehr richtig, denn gerade vor großen Ereignissen lassen sich Gedankenerscheinungen beobachten. Nicht die Ereignisse klingen, sondern die sie begleitenden Gedankenanspannungen. Sie können einer irdischen Quelle entspringen, doch ebenso aus der Feinstofflichen Welt kommen. Die Gedankensubstanz ist überall dieselbe, und sie stellt die verbindende Macht zwischen den Welten dar. Man muss seine Aufmerksamkeit auf Klangerscheinungen richten und sie mit den Ereignissen vergleichen. Der Denker sprach: ‘Mein Denken beweist mir, dass ich in zwei Welten lebe. Es lässt sich beobachten, dass die Dinge sowohl eine grobstoffliche als auch feinstoffliche Natur besitzen. Möge das Gehör lernen, die räumlichen Klänge zu unterscheiden. Posaunen können betäuben, doch das räumliche Klingen lässt das Herz erbeben.’