Urusvati weiß, wie schwer es ist, Harmonie der Bewusstseine zu erreichen. Wir sprechen nicht davon, die Bewusstseine gleich zu machen, da es im Reichtum des Weltalls keine Gleichheit gibt. Doch auch angesichts der Einzigartigkeit aller Teile ist dennoch ihre Harmonie erforderlich. Umso schwerer vorstellbar wird es, auf welch komplizierten Wegen ein Ausgleich der Bewusstseine herbeigeführt werden kann. Der eine Mensch steigt schon zum Gipfel hinauf, während der andere noch nicht einmal am Fuße des Berges angelangt ist; in ihrer Denkweise bestehen keine Gemeinsamkeiten. Wenn ihr ihnen identische Kenntnisse vermittelt, so werden sie dem einen nicht ausreichend sein, den anderen aber in seinem Denken überfordern und ihn bis zur Gefahr des Verrates verwirren. Der Lehrer muss vielfach erproben, was ohne Schaden aufgenommen werden kann. Es ist besser, etwas nicht zu Ende auszusprechen, als jemanden zu überfordern und ihn damit der Gefahr des Verrates auszusetzen. Das Wesen der Weisheit besteht darin, alle verschiedenartigen, für den harmonischen Zustand verwendbaren Teile zu erkennen. So kann man sehen, dass der Lehrer sich einmal beeilt, ein andermal aber zurückhält. Es ist nötig zu verstehen, dass der Lehrer gerade zur richtigen Zeit den gesamten Entwicklungsprozess der Wanderer aufmerksam beobachtet und ihre Schritte vergleicht. Man darf nicht vergessen, dass vieles vor sich geht, was der Mensch von seinem Weg aus nicht erkennen kann. Ebenso sollte man nicht in großes Erstaunen geraten, wenn der Lehrer schon aus weiter Entfernung Meilensteine bemerkt. Der Lehrer weist auf unterschiedliche Meilensteine hin, die vom irdischen Plan aus manchmal als unbedeutend erscheinen, doch können sie Symbole von großer Bedeutung darstellen. Auch darf man sich nicht wundern, warum solche Meilensteine innerhalb großer Fristen gesetzt sind. Vergessen wir nicht, dass in der Feinstofflichen Welt das Problem irdischer Zeit nicht existiert und Zeichen gemäß ihrer wahren, nicht jedoch irdischen Maßstäben gerechten Bedeutung aufflammen können. Der Denker sprach: ‘Wer kann die im Raum existierenden Maße erkennen? Wir können lauschen, dürfen jedoch keine für Zwerge geltenden Maßstäbe auf Riesen anwenden.’