Bruderschaft II, § 209

Urusvati weiß, dass die uranfängliche Energie auf künstliche und auf natürliche Weise hervorgerufen werden kann. Jeder versteht, dass die natürliche Einwirkung der künstlichen überlegen ist. Doch gerade über die künstliche Einflussnahme ist weitaus mehr geschrieben worden als über die natürliche. Es lässt sich nicht bestreiten, dass seit den ältesten Zeiten die künstliche Hervorrufung ausführlich erforscht worden ist. Doch jetzt, an der Grenze zweier Epochen, ist es Zeit, sich der natürlichen Methode zur Bekundung der uranfänglichen Energie zuzuwenden. Der Mensch aus alten Zeiten war viel gröber, und für die Berührung der feinstofflichen Energien waren mechanische Rhythmen und Rituale erforderlich. Nun aber, da das Nervensystem sich bedeutend verfeinert hat, muss daran erinnert werden, dass Wille und Gedanke natürliche Merkmale des Menschen sind und daher auch nur in natürlicher Weise Gebrauch finden dürfen. Es ist nicht weise, den Gedanken mit Narkotika zu erwecken, da sich solche primitiven Verfahren auf die zukünftigen Generationen auswirken werden. Man kann sagen, dass die zwangsweise Erweckung des Denkens in ihrem Schaden einer äußerst schweren Erkrankung vergleichbar ist. Der Unterschied besteht allein darin, dass die Krankheit schneller zur Wirkung gelangen kann, die Narkotika jedoch sich dafür über viele Generationen auswirken werden. Der Mensch denkt wenig an die Zukunft und möchte an ihr nicht teilhaben. Der Denker sprach: ‘Wir wissen nicht, für wen wir die Festung bauen, doch wenn wir auf den Gedanken kämen, dass wir es für uns selbst tun, so würden wir wahrscheinlich die Steine besser schleifen. Man soll sich nicht freuen, wenn das irdische Leben zu Ende geht. Niemand weiß, wo wir von neuem arbeiten werden. Mögen die Ältesten darüber nachdenken, wo sie ihre Rechnung bezahlen werden.’

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