Urusvati weiß, wie unvollständig die Unterweisungen der Lehrer den Verlauf der Geschichte überdauern. Nicht selten werden anstatt der wesentlichen Vermächtnisse nebensächliche und zweitrangige Aussagen verzeichnet. Neid und Nachlässigkeit berauben die Menschheit vieler Errungenschaften. Der Denker sprach: ‘Wenn ihr eine seltene Handschrift finden wollt, so sucht sie nicht nur in den Bibliotheken, sondern geht noch besser auf den Markt und gebt auf das Einschlagpapier acht. Wir haben nicht selten herrlichste Handschriftenauszüge gefunden, die als Einschlagpapier für Gemüse gedient hatten. Ich erinnere mich, dass einmal ein bestimmter Dichter einem Schriftsteller riet, keine giftigen Farben für seine Schriftstücke zu verwenden, da anderenfalls jemand vergiftet werden könnte, wenn ein Händler darin Beeren einwickele. Glaubt nicht, dass eure Aufzeichnungen unbeschadet die Generationen überdauern werden.’ Ebenso sagte der Denker: ‘Aeskulap untersagte seinen Zuhörern nicht, die unterschiedlichsten Mittel anzuwenden. Er riet, sich daran zu erinnern, dass in der Natur alles heilsam ist. Jede Krankheit hat ihr Heilmittel. Es ist notwendig, dass die Ärzte auch zugleich Naturforscher sind. Mögen sie, nach dem Beispiel der Hygieia, die Gesundheit der Menschen hüten.’ Wenn ein Mensch erkrankt, so heißt dies, dass er keinen Arzt zum Freund hatte. Möge der Arzt kein Totengräber, sondern ein Menschenfreund sein.