Urusvati weiß, dass viele echte Wohltaten unausgesprochen bleiben. Ein Mensch stürzt sich ins Meer, um seinen Nächsten zu retten, und das ist eine große Selbstaufopferung. Es ist jedoch keine geringere Selbstaufopferung, das Unglück schon rechtzeitig zu verhindern. Viel Arbeit wird für die Abwehr von Unglück aufgewendet. Viele Feuer wurden gelöscht, ebenso zahlreiche rechtzeitig verhindert. Niemand erkennt, wie die Rettung vonstattenging, da er noch nicht einmal die schreckliche Gefahr vorhergesehen hatte. Und er wird niemals darüber nachdenken, wem er seine Rettung verdankt. Der Denker sprach: ‘Lasst uns unseren unsichtbaren Rettern danken. Woher wissen wir denn, dass wir es gerade jetzt nicht nötig haben, vor einer Gefahr gerettet zu werden? Wissen wir etwa, was uns bedroht? Wir halten den Tag für ruhig verlaufen, ohne uns aber umzublicken und die Giftschlange hinter uns zu sehen. Doch sie ist bereits zurückgewichen, weil jemand sie verscheuchte. Sagen wir unseren unsichtbaren Rettern Dank.’ ‘Niemand kann behaupten, der Raum um uns herum sei leer. Im Gegenteil, mit unserem Herzen spüren wir die Anwesenheit Unsichtbarer. Wer ruft uns, wer umfängt uns mit einem Lufthauch, wer erfüllt uns mit Freude oder Traurigkeit, wer sendet uns den Entschluss? Der Törichte wird sagen: Das tue ich alles selbst. Die Unvernunft lässt den Menschen dünkelhaft sein. Weiser wäre es zu sagen: Ich selbst wende alle meine Kräfte auf, nehme jedoch aufmerksam jede unsichtbare Hilfe an.’ Es wird eine Zeit kommen, da der Mensch in Athen ein Wort spricht und unverzüglich die Antwort aus Korinth erhält. Die Menschen werden den Raum erobern und seine Angefülltheit anerkennen.