Bruderschaft II, § 195

Urusvati weiß, dass ein untätiges, schläfriges irdisches Leben eine Entwicklung in der Feinstofflichen Welt verhindert. Die Nervenzentren, die ihre Prototypen im feinstofflichen Organismus haben, können sich ohne Tätigkeit nicht verfeinern. Der Denker sprach: ‘Können wir einem Feldherrn vertrauen, der nie im Gefecht gewesen ist? Können wir die Qualität eines Schiffes beurteilen, bevor es ins Wasser gelassen wurde? Wahrlich, mögen die Anspannung der Kräfte und die Arbeit, die uns zu einem höheren Verständnis erziehen, gesegnet sein. Man kann sich nicht fortbewegen, ohne die Muskeln in Bewegung zu versetzen. Man kann nicht emporsteigen, ohne das Bewusstsein zu verfeinern. Allein in der Arbeit lernen wir jenes Erbeben kennen, das uns lehrt, den höheren Führern zu begegnen.’ ‘Wenn ich Ihnen begegne, werde ich dann die Kraft finden zu fragen, ob alle Aufgaben erfüllt sind? Sie werden sagen, wo wir erfolgreich waren und wo wir die notwendige Stufe noch nicht erreicht haben. Während der irdischen Existenz erkennen wir die Anweisungen der Führer selten klar. Nur wie ein leiser Lufthauch gelangen die donnertragenden Befehle und Warnungen zu uns. Wir erbeben von der hohen Anwesenheit, doch Ihre Worte werden nur selten auch in unserer Rede Wirklichkeit.’ Auch sagte der Denker: ‘Im menschlichen Organismus sind Rhythmus und Harmonie veranlagt, doch wir müssen sie aktivieren, weshalb die Musik ein wichtiger Teil der Bildung ist. Ohne Rhythmus und Harmonie sind wir nicht in der Lage, in die Höheren Welten einzutreten. Das Weltall lebt durch Bewegung, die durch Rhythmus hervorgerufen wird. Doch die Menschen verstehen nicht, dass das Pochen des Herzens ein Symbol der Weltenbewegung ist.’ So lenkte der Denker das Bewusstsein zu den Höheren Welten.

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