Urusvati hat die Zufriedenheit unter den Bewohnern des äußersten Nordens beobachtet. Möge den Lappländern und den Bewohnern Kamtschatkas eine Verbesserung ihrer Lebensverhältnisse beschieden sein. Der Denker sprach zu den Schülern: ‘Unser Hauptfehler besteht darin, dass wir die Bedeutung der Völker nach unserer Willkür bestimmen. Wir studieren Glauben und Bräuche der fremden Völker nicht und urteilen nach ihrem für uns sonderbaren Äußeren. Wissen wir aber die Herkunft der Völker?’ ‘Wir beschränken uns auf einige Scherzworte und urteilen mit ihnen über ganze Reiche. Wir selbst sind nicht groß, wenn wir derart leichtfertig urteilen! Diese Eigenschaft ziemt den Wahnsinnigen. Mögen sie sich mit ihrer Unwissenheit begnügen.’ ‘Mögen die Richter und Führer eines Volkes viele Reisen unternehmen, bevor sie die Verantwortung auf sich nehmen, Mitbürger zu verurteilen. Mögen die Richter danach suchen, ob es viele gibt, die in Freude leben, und danach forschen, welche Quellen ihre Zufriedenheit hat. Wahrlich, möge man mich ruhig einen Feind des Volkes nennen, ich werde nicht aufhören zu bekräftigen, dass die Richter wissend und rechtschaffen sein müssen. Man kann das Niveau eines ganzen Volkes an seinen Richtern erkennen. Wo die Richter käuflich sind, ist auch die Seele des Volkes bestechlich. Man darf dort nicht leben, wo das Denken befangen ist. Vielleicht werden sich die Räuber auf der Landstraße als ehrenhafter erweisen als die doppelzüngigen Richter.’ ‘Tröstet euch nicht damit, dass die Verbrecherhöhlen hell erleuchtet sind. Möge der Sehende genau prüfen, was dort vor sich geht. Sucht die Freude, doch wundert euch nicht, wenn ihr sie in Hütten findet.’ ‘Hört gut zu! Die Menschen werden in einen solchen Strudel ausarten, dass sie das Beste kreuzigen werden.’