Urusvati weiß, warum man über die in die Feinstoffliche Welt Hinübergegangenen nicht schlecht reden darf. Der Denker warnte die Menschen oft davor. Weder in Rom noch in Griechenland ist diese Wahrheit entstanden, denn Menschen aus viel älterer Zeit verstanden bereits den Zusammenhang der Welten miteinander. Ein behutsames Verhalten gegenüber der Feinstofflichen Welt ist aus vielen Gründen notwendig. In ihr ist alles durch den Gedanken lebendig, und darum kann der irdische Gedanke feinstoffliche Wesenheiten überaus leicht in Unruhe versetzen, wobei jene ihrerseits wieder mit unguten Gedanken antworten können. Andererseits kann man der Vervollkommnung solcher Wesen schaden. Zum Beispiel können sie gerade die Folgen ihrer Ungerechtigkeit ausleben, so dass es unbarmherzig wäre, noch Hundegebell hinterherzuschicken. Ein dritter Gesichtspunkt ist die Frage, ob die Menschen über die Beweggründe vieler Tätigkeiten überhaupt urteilen können. Mit ungerechten Verurteilungen erschweren die Menschen sich nur ihr eigenes Karma. Ein weiterer Gesichtspunkt ist, dass die Menschen über etwas urteilen, das sie gar nicht kennen und sich dadurch nur der Freude berauben. Jede Entbehrung von Freude stellt bereits ein großes Unglück dar. Der Denker übernahm die Lehre von der Behutsamkeit gegenüber der Feinstofflichen Welt von Anaxagoras. Wenn wir das feinstoffliche Gewebe zerstören, zerreißen wir auch das eigene Gewand. Der Weise steigt in die tiefste Finsternis hinab, um von dort die ihrer Sühne Harrenden herauszuführen. Der Weise wird die Leidenden nicht tadeln, sondern sie dorthin führen, wo das Licht neuen Erblühens heraufdämmert. Wer weiß, ob der Weise nicht frühere Feinde seiner selbst herausführen wird? Inmitten der Finsternis wird der Weise die auf einen Ausweg Harrenden nicht unterscheiden, sondern einfach den Bedürftigen helfen wollen. Im Lichte dann wird der Weise nur lächeln, wenn er merkt, wen er herausgeführt hat, und jene werden sich schämen, und frühere Missbilligung wird verwelken. Urusvati hat viele aus der Finsternis herausgeführt, Nahstehende wie Entferntere, Freunde wie Feinde. Der Sinn liegt einfach darin, zum Licht zu gehen. Die Finsternis verhüllt die Sicht, doch der Herangekommene vermag von außen her das aufblitzende Licht zu erkennen, und dort werden auch die besten Heimstätten sein. Diese Worte lasst uns im Gedächtnis behalten. Sowohl der Denker als auch Anaxagoras haben sie oft wiederholt. Beide wurden sie verfolgt und verurteilt. Das innere Leben der Bruderschaft wird verstanden, wenn wir uns die Einzelheiten aus dem Leben der Helden vor Augen führen.