Bruderschaft II, § 183

Urusvati weiß, dass die Großen Lehrer in allen Epochen die Kraft des Gedankens bestätigten, die fernen Welten, die Kontinuität des Lebens und die Feinstoffliche Welt. In Indien, Ägypten, China, dem Iran, Palästina und dann in Europa wurden fast die gleichen Worte formuliert. Auch jetzt müssen Wir dieselben Wahrheiten wiederholen. Vor fünf Jahrtausenden wurde fast dasselbe bestätigt und endete ebenso wie jetzt mit einem Martyrium. Die Menschen dünken sich, in vielem Erfolg gehabt zu haben, und mit Stolz verweisen sie auf die mechanischen Errungenschaften, doch in der Erkenntnis der Grundlagen haben sie sich wenig voran bewegt. Versucht, die ganze Welt darüber zu befragen, und ihr werdet ein schmachvolles Schauspiel erleben. Nur eine Minderheit zeigt Bestrebung zu den genannten Grundlagen. Aber auch diese Minderheit wird nur zaghaft über die Feinstoffliche Welt flüstern. Wenn man die Entwicklungsgeschichte der Erkenntnis der Grundlagen niederschreiben wollte, so beschriebe sie in deutlicher Weise die Unbeweglichkeit des menschlichen Bewusstseins. Glaubt nicht, dass es viele sind, die Betrachtungen über die fernen Welten anstellen oder über die Kontinuität des Lebens nachdenken. Gerade jene Fragen, deren Beantwortung zur Verbesserung des Lebens beitragen würde, bleiben vernachlässigt. Die beschleunigte Entwicklung mechanischer Errungenschaften führt nicht zur Gedankenkonzentration, doch selbst die Menschen wollen etwas Neues erfahren. Wie werden sie es jedoch aufnehmen, wenn die ursächlichsten Grundlagen keinen Platz in ihrem Bewusstsein gefunden haben? Bei der Unterweisung in diese Grundlagen darf man nicht allein höflich zuhören, sondern man muss sie als ganze Wirklichkeit annehmen. In genau den gleichen Worten sprach auch der Denker, doch das liegt schon mehr als zweitausend Jahre zurück. Erklingt der Menschheit darin nicht ein großer Vorwurf? In den Methoden des Brudermordes hat der Mensch sich vervollkommnet, doch die Fähigkeit, über die Grundlagen nachzudenken, hat er verloren. Auch diese Worte wiederholte der Denker vor mehr als zweitausend Jahren nicht nur einmal. Wenn der Denker seinerzeit sich vor der Wut und der Grausamkeit der Menschen entsetzte, was soll man denn jetzt sagen! Die dem Moloch gebrachten blutigen Opfer erscheinen im Vergleich mit dem heutigen Töten als Barmherzigkeit. Auch dies sagte der Denker bereits. Wie oft noch sollen Wir diese Worte bekräftigen! Können die Menschen über die Grundlagen nachdenken, während ihr Verstand von Begierden, die Nachbarn zu töten, besetzt ist? Auch dies sagte der Denker, und wegen dieser Worte wurde er verfolgt und der Sklaverei übergeben. Auch jetzt zieht ihr wegen dieser Worte große Verfolgung auf euch. Vergleicht die während fünftausend Jahren ausgeteilten Worte und denkt über die Leblosigkeit des menschlichen Bewusstseins nach.

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