Urusvati weiß, wie schwer bisweilen eine Gedankenübertragung über weite Entfernungen hinweg zu vollziehen ist. Besonders schwer ist es dabei, die zwischen Sphären gelegenen Schichten zu überwinden. Auch einem sehr klaren, gut organisierten Gedanken kann es unmöglich sein, zur nächsten Sphäre durchzudringen; er bleibt dann sozusagen an der Außenfläche haften. Sogar an dem kleinen Beispiel einer einzelnen menschlichen Aura lässt sich die Möglichkeit beobachten, dass ein Gedanke die Grenze der Ausstrahlungen von außen her nicht überwinden kann. Solch ein Umstand wird von den Erforschern des Gedankens nicht beachtet. Sie nehmen an, dass der Erfolg einer Sendung allein vom Absender abhänge, vergessen aber die ebenso wichtige Beschaffenheit der Ausstrahlungen des Empfängers. Hierbei muss bedacht werden, dass die Eigenart der Ausstrahlungen überaus individuell ist. Man darf die Beobachtung nicht nur auf die Ausmaße der Aura gründen, sondern muss auch ihre Spannung beachten. Mit dem Puls des Menschen ist es genauso; es ist nicht nur seine Geschwindigkeit, sondern auch seine Spannung zu beobachten. Man kann sich daher die ganze Anspannung vorstellen, die mit den Sendungen des Denkers verbunden sind. Außer allen gewöhnlichen Bedingungen befinden sie sich auch in Gefahr, abgefangen zu werden. Jede Gedankensendung zieht eine Vielzahl von Wesen an. Sie versuchen, diese Teilchen lebendiger Energie gierig zu verschlingen. Auch wenn sie den Sinn der Sendung nicht verstehen, versuchen sie, sich an den Energieteilchen zu sättigen. Wir bemühen Uns sehr, dass die fernen Sendungen des Denkers unversehrt ankommen. Vom Denker selbst ist dabei nicht wenig Opferbereitschaft erforderlich, um mit einem klaren Gedanken alle Sphären zu durchdringen. Er handelt jedoch im Namen des Wohls der Menschheit, auch wenn er weiß, dass dieses Wohl nicht erkannt wird, da die besten Bemühungen der Schmähung begegnen.