Urusvati weiß, wie wenig die Menschen den Vorzug der Zusammenarbeit anerkennen wollen. Der Denker lenkte die Menschen auf vielfältige Weise auf diesen rettenden Begriff hin. Er sprach: ‘Der Mensch ist ein Gemeinschaftswesen. Er kann nicht ohne Verbindung zu Gleichartigen leben. Er muss die allerwürdigste Form der Existenz anerkennen. Durch tierische Gewohnheiten wird er sich nicht vervollkommnen. Jeder Gedanke und jedes Wort sind bereits gemeinschaftliche Erscheinungen.’ ‘Obszöne Rede und Lästerung verseuchen die Atmosphäre und sind dem göttlichen Prinzip zuwider. Man kann seinen Körper der Sklaverei überantworten, doch nicht den Geist. Liebe zur Menschheit ist die Folge der Entwicklung des Herzens und wird durch das Denken erreicht. Besonders Weisheit kann nicht auf der Grundlage von Gedankenlosigkeit wachsen.’ ‘Die Folgen von Zwietracht gleichen jenen einer abscheulichen Krankheit und kommen erst allmählich zum Vorschein. Dummköpfe meinen, den Folgen entgangen zu sein, wenn sie am nächsten Tag vom Schlaf erwachen. Wer die Zusammenarbeit verletzt, sollte als ein Schädling am Gemeinschaftseigentum verurteilt werden; die Verbannung sei sein Los.’ Ebenso lehrte Er: ‘Wenn ein Wanderer des Nachts an eure Türe klopft, so befragt ihr ihn und gebt ihm dann wahrscheinlich ein Nachtlager. Warum aber stoßt ihr in so harter Weise die Gedanken fort, die bei euch anklopfen? Ein Geist aus einem fernen Land wird immer willkommen geheißen, doch ein weiser Gedanke aus den fernen Welten vertrieben. Auf dem Markt sucht ihr nach Neuigkeiten, doch die Gesandten des Lichts lasst ihr auf der Schwelle warten.’ ‘Mitbürger, ihr seid nicht gerecht, für ungesunde Nahrung bezahlt ihr mit Gold, doch für die Nahrung der Seele ist es euch schon um das Kupferstück leid. Jede Ungerechtigkeit ist bereits eine Zerstörung des Raumes.’ ‘Mitbürger, wenn ihr nicht aufhört, einander zu beschämen, so wendet euch vom gestirnten Himmel ab, denn er blickt mit Tadel auf euch.’ So bildeten die fernen Welten, der Gedanke und die Zusammenarbeit die Lieblingsthemen der Unterweisungen des Denkers.