Urusvati weiß, wie unerwartet sich die Mosaiksteinchen des Lebens zusammenfügen, doch diese Unverhofftheit resultiert aus den Bedingungen des irdischen Plans. Oft spricht oder schreibt der Mensch in einer ganz bestimmten Absicht, von den höheren Kräften jedoch ist er dabei auf ein völlig anderes Ziel hin ausgerichtet. Der Mensch denkt, er würde in der von ihm gewünschten Richtung Erfolg haben, aber in Wirklichkeit gelingt ihm ein viel größerer Erfolg auf einem für ihn unerwarteten Gebiet. Er schreibt einer bestimmten Person, doch die Folgen ergeben sich von unverhoffter Seite. Nicht selten ziehen Wir vielgestaltige Folgen für eine einzige Handlung in Betracht. Zählten Wir alle Folgen auf, der Mensch könnte in Bestürzung geraten. Er würde sich eingrenzen und dadurch seine psychische Energie schwächen. Allein durch Erweiterung des Bewusstseins kann sich auch Weitblick ergeben. Der Große Wanderer lehrte die Erweiterung des Bewusstseins. Wiederholt sagte Er: ‘Öffnet eure Augen und Ohren.’ Natürlich nicht allein Seiner Unterweisungen wegen riet Er, die Ohren zu öffnen, sondern Er wies darauf hin, wieviel ein vertieftes Denken sich bei Erweiterung des Bewusstseins aneignen könne. Man kann ein Seil jedoch nicht durch ein Nadelöhr fädeln. Eine große Botschaft findet in ein kleines Ohr keinen Zugang. Man kann sich vorstellen, wieviele Seiner Unterweisungen nicht in die Ohren der Zuhörer eingingen. Vieles blieb nur lückenhaft im Gedächtnis. Die Verbindung zwischen den einzelnen Weisungen ging verloren und damit auch der grundlegende Sinn. Ich sage nicht, dass der grundlegende Sinn verkehrt wurde, aber die Schönheit des Wortes ging verloren. Auf diese Weise aber erfuhren die Gedanken vieler Großer Lehrer eine Entstellung. Auf den räumlichen Gesetzestafeln sind die Gedanken der Lehrer besser verwahrt worden. Wie segensreicher Tau senken sie sich hernieder auf jene, die sie aufnehmen können. Im Bewusstsein dessen haben die Lehrer sich nicht von den irdischen Entstellungen betrüben lassen. Das Vorherbestimmte wird kommen, und das offene Herz wird es aufnehmen. Das menschliche Denken entwickelt sich ebenso im Raume. Jeder heldenhafte, selbstaufopfernde Gedanke ist geradezu ein Samenkorn für eine zukünftige Welt. Nicht nur die Großen Lehrer, sondern jeder Denker im Kosmos kann ein Baumeister des Guten sein. Die Menschen wollen sich nicht in Gedanken über die fernen Welten vertiefen. Indessen würde gerade solch ein Denken das Bewusstsein in bester Weise reinigen. Auf den Pfaden in den Raum hinaus gibt es weder Neid noch Feindseligkeit und Grobheit. Der Große Lehrer richtete oftmals den Blick der Schüler auf die Sterne: ‘Es gibt viele Häuser und überall ist Leben.’ Er wünschte, dass die Schüler die Unbegrenztheit lieben lernten. All Unsere Schwestern und Brüder lieben das Gespräch mit den fernen Welten. Wenn die Schwester Urusvati ihre Augen auf einen strahlenden Himmelskörper richtet, so erinnert sie sich ihrer Flüge und erfreut sich der fernen Welten.