Bruderschaft II, § 175

Urusvati weiß, dass Aufklärung bringende Arbeit dem Spott und der Lästerung ausgesetzt ist. Ihr wisst dies sehr gut, doch Ich spreche erneut davon, da der Große Wanderer ständig gefragt wurde, aus welchem Grund gerade die besten Taten von den Menschen abgewiesen würden. Er bereitete die Schüler darauf vor, diese Verspottungen tapfer hinzunehmen. Er sprach: ‘Die Finsternis kämpft gegen das Licht; sie versucht, ihr Besitztum zu wahren. Wir geraten vor der Finsternis in Entsetzen, doch sie hasst uns. Ist es etwa möglich, das Licht mit der Finsternis auszusöhnen? Kann man denn als Lichtträger der Finsternis dienen?’ So zeigte der Lehrer auf, dass man unmöglich diesen beiden Prinzipien gleichzeitig dienen könne. Er musste die Schüler darauf hinweisen, dass es jedem von ihnen obliege, den Dienst am Licht in der persönlichen Heldentat darzustellen. Solches Dienen wird nicht verstanden, wenn nicht auch die Zweckmäßigkeit klar erkannt wird. Ein Verständnis dieses Begriffes ergibt sich jedoch, wenn der Geist um seine Bestimmung weiß. Tapferkeit und Weisheit erwachsen aus dem Verstehen des einen Gemeinwohls. Der Mensch trägt den Maßstab für das Wesen seiner Taten in sich. Es ist unmöglich vorherzusagen, wie und wann die entscheidende Stunde heraufkommt, doch in unserem Herzen wissen wir, wann sich die Frist erfüllt. Allein Weisheit und Tapferkeit verhelfen dazu, die ganze Verantwortung für das Wohl der Menschheit zu ergreifen. Der Große Wanderer bewies, wie zweckentsprechend Er zur Heldentat schritt.

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