Bruderschaft II, § 11

Urusvati hegt den großen Wunsch, den Menschen mehr Kenntnisse zu vermitteln, doch das Gefühlswissen zeigt die Grenze der Möglichkeiten auf. Das Erkennen dieser Grenze ist für viele schwierig. Großes Unglück ist gerade aus der Unachtsamkeit gegenüber dieser Grenze entstanden. Es ist unmöglich, mit irdischen Worten zu bestimmen, wo sich die angemessene Grenzlinie verbirgt. Das erweiterte Bewusstsein vermag einem einzugeben, wo der Schaden beginnen wird. Ihr wisst selbst, wie oft die Menschen eine Antwort fordern, die sie gar nicht aufnehmen können. Die Menschen werden sagen: ‘Sprecht schneller, und wir werden entscheiden, was wir annehmen und ablehnen werden.’ Sie möchten gern Stäbchenziehen spielen und sich nur die ihnen angenehmen Stückchen herausgreifen. Doch es interessiert sie dann nicht, ob etwa der gesamte Aufbau zusammenbricht. Sogar Kinder wissen, dass man das Ganze nicht zerstören darf. Aber die Erwachsenen bewerfen einander mit Bomben und wundern sich dann, wenn sie von einer eigene Bombe selbst verstümmelt werden. Sie lieben es, Unseren Vergleich vom Bumerang zu wiederholen, sehen aber nicht die Folgen ihrer ureigensten Schläge. Die Menschen lieben es, Uns zu bezichtigen, dass Wir vieles verneinen würden. Die Menschen versteigen sich bis zu solcher Lüge und Schmähung zu sagen, Wir lehnten Christus ab. Kann man solch eine Lästerung fassen? Doch nichtsdestoweniger sind viele Diener der Finsternis bereit, auch eine solche Verleumdung zu verbreiten, nur um unsere Einheit zu trennen. Jeder aber, der den Aufbau und die Zusammensetzung der Bruderschaft kennt, gerät über die Unwissenheit solcher Verleumdung in Entsetzen. Gewöhnlich beruht eine Verleumdung auf Unwissenheit, doch selbst erwachsene Menschen scheuen sich nicht, eine offenkundige Lüge zu wiederholen. Man kann viele Verleumdungen der Bruderschaft anführen. Man kann darauf hinweisen, dass die Brüder für finstere Kräfte gehalten wurden. Man kann aufzählen, wie die entsetzlichsten Nöte der Bruderschaft angelastet wurden. Wir wurden der Einschüchterung und der Gewalt angeklagt. Besonders beharrlich damit sind jene, die Unser Wort nicht hören wollen. Schämt euch, Ungläubige! Schämt euch, Unwissende! Schämt euch, ihr Vertreter der Spaltung! Mögen sie sich, wenn es auch selten wäre, fragen: ‘Irre ich mich nicht?’ Doch die Unwissenden können sich nicht irren, da sie in ihren Fehlern leben und ihnen daher nicht mehr verfallen können. Gegenwärtig möge diese Seite der Bruderschaft sich denen im Gedächtnis einprägen, die im Herzen entflammt sind. Jeder hat doch die Möglichkeit, die Wahrheit zu überprüfen, selbst wenn es sich nur um ein Körnchen handelt.

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