Bruderschaft II, § 106

Urusvati weiß, dass unter den feinstofflichen Wahrnehmungen eine der schwierigsten das Hellhören ist. Sehr viele Einflüsse können in solches Hören gewaltsam eindringen. Es ist aufschlussreich, dass sogar starke Stimmen oder Gedanken durch einen einzigen Laut gefärbt werden können. Der Gedanke vermag zu erklingen. Dieser Umstand wird von den Menschen nicht begriffen. Ebenso schwer fällt es ihnen zu lernen, dass dasjenige Wort erklingen wird, auf das gedanklich der Akzent gesetzt wurde. In einer Zeit schwerer Ströme wird auch eine Gedankensendung unliebsamen Einflüssen ausgesetzt sein. Gerade in diesem Moment führen wir Unser Gespräch unter äußerst schwierigen Voraussetzungen. Im Altertum hat man bereits bemerkt, dass belastende kosmische Perioden sehr lange andauern können. Heute jedoch werden, ungeachtet der Erfolge der Wissenschaft, solche kosmischen Bedingungen nicht als Realität anerkannt, und es bleiben nur noch Streitgespräche über die Einflüsse der Sonnenflecken und verschämte Andeutungen über Einwirkungen des Mondes. Letzteres wird dem Bereich der Magie zugeordnet, und nur wenige Gelehrte wagen es, an die Einwirkungen des Mondes auf das irdische Leben zu erinnern. Ängstlich denken sie an die vergessene Lehre des Ostens, in der bereits auf die Bedeutung der Mondeinflüsse hingewiesen wurde. In den Puranas kann man viele wissenschaftliche Hinweise finden. Urusvati hat schon vor einigen Jahren von Uns über die Bedeutung des Jahres zweiundvierzig gehört. Nun findet diese Frist ein breites Interesse. Das Ende des finsteren Zeitalters muss man bemerken, da mit ihm viele kosmische Ereignisse verbunden sind. Aus mehreren Gründen ist diese Frist verschleiert worden, und nur wenige haben erraten, dass sich die gigantischen Zahlenangaben als symbolisch erweisen würden. Auch die Hinweise über Krishna, den Avatar Vishnu, sind symbolisch. Ihr versteht sehr gut, auf welchen Begriff diese Hinweise sich beziehen. Schon jetzt kann jeder eine ungewöhnliche Zunahme von Ereignissen bemerken. Das Harmagedon ist lange vorhergesagt worden. Die Besonderheiten des finsteren Zeitalters sind in den Puranas beschrieben, doch sogar wache Geister haben ihre Aufmerksamkeit nicht auf solche Hinweise gerichtet. Das Ungewöhnliche der Ereignisse beunruhigt die Menschheit wenig. Nichtsdestoweniger ist auch die Verwirrung der Geister vor langem prophezeit worden. Die Bekanntgabe einer solchen wichtigen Frist vermittelt auch Unserer Wohnstatt einen besonders angespannten Rhythmus. Die Menschen klagen, dass sie damit absolut nichts anfangen könnten. Doch solch eine Haltung resultiert aus dem Rhythmuswechsel. Das innere Bewusstsein hat das Zukünftige schon aufgenommen, aber die mechanische Routine hängt noch an den Formen des finsteren Zeitalters. Durch diese Bewusstseinsspaltung erwächst Uns eine weitere Anspannung des Arbeitsrhythmus. Über der Erde schweben drohend alle möglichen Erschütterungen. Karma arbeitet verstärkt. Man muss daran denken, dass Karma-Dev auch nicht eine Stunde verstreichen lässt. So spannt diese Macht sich vor dem Wechsel des Zeitalters besonders an. Lasst uns dessen bewusst werden und ganz von Tapferkeit erfüllt sein.

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