Bruderschaft II, § 105

Urusvati spürt, wie weitreichend die irdischen Aussaaten bei echter Zusammenarbeit sein können. Niemand weiß, wie weit ein menschlicher Gedanke sich unbeschadet fortbewegen kann. Niemand kann gänzlich erfassen, welche Art Auftrag ihm in der Feinstofflichen Welt anvertraut worden ist. Jedem aber ist ein Körnchen des Guten verliehen worden, damit er um dieses herum seine irdische Erfahrung aufschichte. Die Menschen denken jedoch nicht über diese Teilchen des Guten nach, da sie keine Vorstellung von jenen Höchsten Welten hegen wollen, denen die herrlichen Wellen des Guten entspringen. Wenn die Menschen sich solcher ihnen anvertrauter Körnchen des Guten erinnerten, so würden viele Erscheinungen des Bösen von allein beseitigt werden. Wir senden den Menschen Gedanken über das ihnen als Auftrag zur Verwirklichung verliehene Gute, doch solche Sendungen werden oftmals nicht nur nicht angenommen, sondern sogar unter Aufbegehren abgelehnt. Solch ein Aufbegehren erwächst aus dem Unwillen, sich der Welten zu erinnern, wo das irdische Leben nur noch als ein Staubkörnchen erscheinen wird. Die Menschen können sich nicht vorstellen, dass ihre aufgeblasenen irdischen Ansammlungen vor dem gedanklichen Schaffen in den Höchsten Welten verblassen. Aus solchem irdischen Egoismus erwächst auch die Ablehnung der Zusammenarbeit. Es ist indessen nicht mehr möglich, ohne Zusammenarbeit weiter gefasste Bereiche zu erkennen. Es ist unerlässlich, die Höheren Welten zu erkennen. Es ist unerlässlich, damit zu beginnen, über sie nachzudenken. In solchem Denken wird man sich auch wieder der zusammen mit einem Auftrag verliehenen Körnchen des Heils erinnern. In der Stunde der Morgendämmerung wird man sich daran erinnern, dass man den Auftrag übernommen hat, feinstoffliche und herrliche Lehren auf die Erde zu bringen. Wird doch jedem, der sich auf eine Verkörperung vorbereitet, seinen Fähigkeiten entsprechend ein Auftrag zur Verwirklichung des Guten mitgegeben. Im Wirbelwind des freien Willens kann der Mensch diesen kostbaren Auftrag zurückweisen, doch irgendwann wird er zurückkehren, um die verstreuten Samenkörner wieder zusammenzusuchen. Unter Unseren Arbeiten ist jene besonders schwierig, die Menschen an ihre Bestimmung zu erinnern. Die Menschen bezeichnen Uns sogar als Unsichtbare Regierung, möchten jedoch nicht einmal den einfachsten Rat befolgen. Wieviele Ratschläge werden verworfen und der Verspottung ausgesetzt. So handeln jene, die Uns als Heilige und Weise bezeichnen.

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