Bruderschaft II, § 104

Urusvati wahrt selbst in der Stunde der Gefahr Feierlichkeit. Nur wenige verstehen die Kraft eines solchen Schildes. Inmitten tobender Stürme steht der Fels unverbrüchlicher Feierlichkeit fest, ohne zu schwanken. Man kann jede den Menschen umgebende Macht wissenschaftlich erforschen. Der Mensch selbst kann jede beliebige Kraft in sich hervorrufen und sich aus ihr einen undurchdringlichen Panzer schmieden. Ebenso muss man verstehen, dass Feierlichkeit die beste Brücke zu Uns ist. Unsere Hilfe fliegt schnell über den Kanal der Feierlichkeit, überaus langsam jedoch auf dem Weg der Furcht und Mutlosigkeit. Man möge wissen, dass Wir in der Stunde der Gefahr hellblaue Strahlen der Hilfe senden. So hatten gelehrte Brahmanen ein Erdbeben vorausgesagt, doch vollzog es sich dann in nur geringem Ausmaße. Jemand wird von einem Fehler der Gelehrten sprechen, doch wird er nichts von den Maßnahmen wissen, die Wir ergriffen haben. So suchen die Menschen oft die Ereignisse irgendwo weit entfernt, während sich diese hinter ihrem eigenen Rücken vollziehen. Doch der weiße Schwan der Feierlichkeit wird auf dem direkten Wege fliegen. Lasst uns nicht vergessen, dass jede Hilfe angenommen werden muss. Wenn Wir auf die Einigkeit als Mittel zum Erfolg hinweisen, so wird solch ein Rat einfach ein wissenschaftlicher sein. Für Uns ist eine bestimmte Spannung der Energie notwendig, die von den Beteiligten durch Einigkeit zu erbringen ist. Ein Einbruch lässt das gesamte Netz zusammenbrechen. Wer vermag zu beurteilen, ob es leicht ist, das zusammengebrochene Netz wieder aufzubauen? Die Menschen wollen über solche einfachen Fragen nicht nachdenken und sind bereit, ihr eigenes Wohlergehen der Gefahr auszusetzen. Wer wird denn entscheiden, wann die Nichtbeachtung eines Ratschlages sich als unheilvoll erweisen kann? Wir lenken des öfteren die Aufmerksamkeit der Menschen auf Uns, um auf diese Weise leichter einen Kontakt herzustellen. Doch der freie Wille ermöglicht es ihnen offensichtlich nicht, der Stimme der Bruderschaft Gehör zu schenken.

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