Agni Yoga, § 226

Das Schaffen eines Yogis kann mit dem eines Steinmetzes oder eines Goldschmieds, der feinste Kunstwerke schafft, verglichen werden. Ein Yogi gleicht tatsächlich einem Schmied; nur ein Schmied kann ein schwieriges Muster durch feinste Berührungen anfertigen. Ein Yogi kann die unsichtbaren Motive der Menschen erkennen. Er richtet seine Aufmerksamkeit auf das Unsichtbare und lernt, die wahren Ursachen zu verstehen. Die Fähigkeit der Scharfsicht ist ein Ergebnis von Yoga. Könnte sich ein Yogi völlig vom Leben zurückziehen? Er ist so an die Vervollkommnung gewöhnt, dass er nicht einmal im gewöhnlichen zwischenplanetaren Zustande lange verharren kann. Der euch bekannte Yogi U. schuf sich deshalb eine eigene zwischenplanetare Daseinsform für seinen Aufenthalt. Diese erwies sich als nützlich und dient für die Menschheit als Grundlage zur Erforschung der Verdichtung des feinstofflichen Körpers. Dieses Beispiel ist der Beweis, dass überall persönliches, bewusstes Arbeiten erforderlich ist. Die Verderbtheit in der Feinstofflichen Welt hindert die Menschheit nachhaltig daran sich zu vervollkommnen. Die Feinstoffliche Welt wird durch die irdische Welt verdorben, darum muss die Heilung hier beginnen. Das Studium des Yoga bringt daher nicht nur Selbstvervollkommnung, sondern auch eine Verbesserung der Feinstofflichen Welt. Ein Yogi, der den körperlichen Zustand bewusst verlässt, hat geistige Schaffenskraft erreicht. Er verkürzt die Ruhezeit zwischen seinen Inkarnationen und richtet sein Denken sofort auf eine nützliche Tätigkeit. So vereint er die getrennten Welten und wendet seine Erkenntnisse in wahrhaft ununterbrochener Arbeit an.

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