Wir lehrten euch, den Grundgedanken zu erfassen und dem oberflächlichen Auslegen nicht zu erliegen. Wie Buddha lehrte, aus einem Wort ein ganzes Thema zu gestalten, so erweitert auch ihr das Verstehen eurer Schüler, indem ihr sie lehrt, auf ein Wort oder ein Zeichen aufzubauen. Doch seid vor allem bestrebt, euch nicht zu wiederholen. Ist der Empfänger des Geistigen aufnahmebereit, dann dringt jeder Gedanke wie ein Pfeil ein. Doch hat eine Zersetzung des Gewebes die Kanäle der Zentren bereits verstopft, kann kein Yoga errungen werden. Sicherlich, die Yogalehre wird für jeden nützlich sein, selbst wenn er keine geistigen Offenbarungen erlangen sollte. Die äußeren Yogaregeln können jedenfalls seine Gesundheit fördern, sein Gedächtnis stärken und sein Denken läutern. Doch worin bestehen die Zeichen der Errungenschaft, die den Geist erheben? Zuerst werden die inneren Feuer der Zentren entfacht. Dann wird die Stimme des unsichtbaren Lehrers ertönen. Und schließlich wird die äußere Flamme, die gleichsam das individuelle Bewusstsein mit dem Bewusstsein des Raumes verbindet, offenbar werden. Dann wird die Berührung mit den wundervollen, gefährlichen, feinsten Energien – mit all dem, was das Leben verwandelt und den Begriff des Todes widerlegt, möglich sein. Die Schwierigkeit der Berührung mit dem Ungewöhnlichen erfordert manchmal besondere Lebensbedingungen. Der Schlaf nimmt ab und die Rückenlage wird beschwerlich. Die Muskelspannung erschwert das Schaffen des Geistes, und jede Vergiftung der Aura verursacht Leiden. Natürlich können diese Unstimmigkeiten umgangen werden, ohne die Verbindung aufzugeben, und das Yogalicht wird vom räumlichen Licht überstrahlt. Wo gibt es einen anderen Pfad zum Nirwana?