Unbegrenztheit, § 451

Beim Gedanken an den Tod erschaudert mancher Geist. Wenn jedoch das Wesen des Seins bewusst erfasst wird, dann wird die Vorstellung der Einheit zur Realität. Wenn der Geist verstanden haben wird, dass die Ketten der Lebenserscheinungen unbegrenzt dahinfließen, dann wird die Unbegrenztheit aller Ketten verstanden werden. Die Gedankenkette, die Kette der Taten, die Kette der Wirkungen, die Kette der Bestrebungen, die Kette der Leben – jedes Kettenglied verursacht das nächste. Diese Ketten sind eine Schöpfung des Magnetismus des Lebens. Nicht beim Gedanken an den Tod oder an einen Wechsel braucht der Geist zu erschaudern, wohl aber beim Gedanken an ein Zerreißen der Kette. Wenn man die in den Raum abdriftenden, abgerissenen Kettenglieder beobachten könnte, würde der Geist wahrlich erschaudern. Wenn sich die große Veränderung vollzogen haben wird, werden nur jene das Ziel erreicht haben, welche sich der Einheit der Evolution angeschlossen haben werden.

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