Unbegrenztheit, § 20

Es ist üblich, Karma als den Willen und die Vergeltung zu betrachten, die den Ablauf des Lebens des einzelnen bestimmen. Auch ist es üblich, Karma als Wiedergutmachung anzusehen. Doch in Wahrheit bedeutet Karma Arbeit. Begrenzt die Arbeit des Laboratoriums des Geistes nicht, und ihr werdet die Ergebnisse wahrnehmen. Wenn der Geist von Maja und den Erscheinungen der Selbstzufriedenheit verleitet wird, dann sind ein Hammer und die Entwicklung des Gefühlswissens erforderlich. Wenn der Geist vom Glanz des Wohlstands geblendet wird, ohne dessen Vergänglichkeit zu erkennen, und glaubt, dass ein Barren Gold zum Glück führt, dann lasst uns all die Bedrohungen von Krankheit und Missgeschick ins Gedächtnis rufen. Doch ein Krieger des Geistes leuchtet wie eine Lichterscheinung; er ist von den Strahlen der Feuer der Unbegrenztheit erleuchtet. Die Erwiderung muss verstanden werden, und mit allen Feuern und allen Blüten muss man dem Kosmos zustreben. Auf dem Gipfel des Bewusstseins wird der Pfad eines Herrschers verwirklicht. Auf dem Gipfel des Bewusstseins erschallen Heldentat und Evolution im Einklang. Ewig, unermüdlich ist die Arbeit des Aufstiegs! Diese ewige Bewegung ist euer Karma! Ihr habt Recht – nur Willensströme lenken das Karma. Doch den Verlauf des Karmas anzuhalten, ist ebenso gefährlich, wie ewige Nacht heraufzubeschwören. Womit wollt ihr den Kelch Amrita füllen, wenn ihr in den Pfuhl der Finsternis sinkt? Wir werden antworten, dass das Meer der Taten wahrlich viel schöner ist!

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