Unbegrenztheit, § 18

Allumfassend wie eine alles enthaltende Flamme ist das Herz eines Kosmos. Wie wundervoll ist dieses Allumfassen! Vom Kleinen zum Großen, alles bricht sich in diesem geoffenbarten Kristall. Da alle kosmischen Möglichkeiten für jede offenbarte Schriftenrolle eine Richtung vorsehen, da jedes Beginnen seine treibenden Ströme hat, da man die Größe eines Kosmos erkennen muss, lasst uns die ganze Kraft des Geistes sammeln, um das erfassen zu können. Es gibt keine Abweichung, kein Versagen, keine Zurückweisung, keine Verneinung, es gibt nur Erfassen. Der Lehrer offenbart die Bedeutung des Begriffs Erfassen. So unerschöpflich wie die Schöpferkraft eines Kosmos, so unbedingt möge das Verstehen der Unbegrenztheit sein. Die in Ewigkeit erscheinenden Zeitalter, die Arbeit der Umbildung der Meere und der Erdkruste möge dazu dienen, die ewige Bewegung zu veranschaulichen. Ihr habt die Heldentat der schwierigen Aufgabe nicht erkannt, und ihr schreibt menschliche Dunkelheit nicht dem Prototyp eurer Taten zu. Es gibt keinen Grund, kosmische Wirbelwinde für Verwüstungen verantwortlich zu machen; darin ist nichts Böses, sondern Notwendigkeit zu sehen. Jede kosmische Manifestation findet seit Ewigkeit ihre Anwendung. Und wie es Verwüstung gibt, so unterliegt die Anhäufung dem Rhythmus, der vom bestätigten Lauf eurer irdischen Ereignisse nicht getrennt werden kann. Der Unterschied ist, dass Zeus, einen kosmischen Sturm schaffend, den Raum mit Ozon erfüllt, wogegen eurer irdischer Zeus, Schöpfer des Zorns, die Atmosphäre mit erstickendem Rauch erfüllt. Darin berühren das Höchste und das Niederste einander nicht. Wahrlich, die Schönheit des Strebens zum unbegrenzten Erfassen verleiht einen strahlenden Regenbogen, und wir sagen: ‘MUTTER DER WELT, Allschenkende, Allumfassende, wir wollen unser fernes Firmament verschönern!’

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