Unbegrenztheit, § 149

Wohin soll der Mensch streben? Wohin sollen die aufgespeicherten Kräfte gelenkt werden? Wohin führt Vervollkommnung? Kann die Erscheinung eines mächtigen Daseins einfach verschwinden? Dem Geist muss bewusst werden, dass er in seinem ganzen Streben nicht für eine Lebensrunde lebt, sondern für einen durch Unbegrenztheit gewährleisteten Zyklus. Der Kampf wäre für ein Leben zu groß. Das Ausmaß der Fähigkeiten des Menschen ist zu groß, um in einer Lebensrunde dafür ein Beispiel zu geben. Der Beginn und das Ende verschmolzen und dienen dem Menschen als Stützpunkt. Wird der Geist vom Leben befreit, absorbiert er die ganze Substanz jenes Lebens. Strebet, um zu verstehen, dass das Ende ein Anfang ist. So wird Unbegrenztheit erreicht.

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