Hierarchie, § 176

Wahrhaftig, erkennt ihr euch bereits in der ständigen feierlichen Gegenwart des HERRSCHERS, so erschaut ihr den kürzesten Pfad zu Uns. Die Menschen verabscheuen vor allem den Alltag des Lebens; für sie ist er das Zeichen von Mühsal und Abstieg, für Uns hingegen ist der Alltag ein Vervollkommnen und ein Aufstieg; er öffnet die Tore der Unbegrenztheit. Man kann es lernen, den Alltag liebzugewinnen, denn er stählt den Geist und verleiht Mut, über die endlose Kette der Zeitalter von Arbeit nachzusinnen. Manchem sind diese Zeitalter ein Schrecken; ein verfeinertes Bewusstsein indes wird sie als Quelle endloser Schöpferkraft annehmen. Schöne Kulte stumpfen ab infolge Alltäglichkeit, wie wunderbar aber ist die Erkenntnis, dass tägliche Hingabe und flammende Liebe zur Hierarchie geboten sind. Wenn ich sage: ‘Ich liebe dich, o HERRSCHER; ich bin Dir treu ergeben, o HERRSCHER; ich verehre Dich, LEHRER’, in welch machtvollen Chor verwandelt sich dieser Lobgesang in den fernen Welten! So vermag man mit jedem Treueakt neue Schlösser zu erschließen; und wie wunderbar ist es, die Unerschöpflichkeit großer Begriffe zu fühlen. Das Manifest des Bündnisses kann kurz sein: ‘Seid entflammt in eurem Herzen und schaffet in Liebe!’

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