Herz, § 96

‘Krankheit entsteht durch Sünde’ heißt es in den Schriften. Wir sagen, dass Krankheit von den Unvollkommenheiten der Vergangenheit und der Gegenwart herrührt. Man sollte Krankheit zu heilen wissen. Zum Verdruss der Ärzte sei gesagt, dass der Vervollkommnungsprozess die wahre Vorbeugungsmaßnahme ist. Man muss wissen, dass der Vervollkommnungsprozess beim Herzen beginnt und nicht nur eine räumliche, sondern auch eine eng materielle Bedeutung hat. Mütter tragen ihre Kinder nahe dem Herzen, als Allheilmittel, sie zu beruhigen. Doch sie sind sich für gewöhnlich dessen nicht bewusst, dass dieses Tragen nahe dem Herzen eine gewaltige Wirkung hat. So sammeln wir auch in der Feinstofflichen Welt Menschen nahe dem Herzen, um sie zu stärken und zu heilen. Gewiss, das Herz gibt durch solch starke Beanspruchung viel Energie ab. So ist das Herz der Mutter häufig von Schwertern und Pfeilen durchbohrt dargestellt worden – ein Sinnbild dafür, dass das Herz alle auftretenden Schmerzen aufnimmt. Nicht nur bei ausgebrochenen Krankheiten, sondern bereits bei ihrer Entstehung ist das Heilen durch das Herz besonders wirksam. Zurzeit ist dieses Mittel nahezu in Vergessenheit geraten, aber es ist nicht minder wirksam wie Bluttransfusion, weil über das Herz die feinste Energie übermittelt wird, ohne die unangenehme Beimengung einer niedrigen Blutart. Beim Gedanken an den Vervollkommnungsprozess darf man die Besorgtheit des gebenden Herzens nicht vergessen.

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