Herz, § 81

Wenn ihr einem Menschen begegnet, der aufrichtig dem großen Aufbau zustrebt, so werdet ihr zu ihm nicht über das tägliche Essen oder die unbedeutenden Vorkommnisse von gestern sprechen; ihr werdet dem Denkniveau eures Gesprächspartners gemäß in die Zukunft streben. So deuten auch Wir im Gespräch den künftigen Pfad an, auf dem man sich wie auf einem zum Anker führenden Seil gefahrlos und mit steigendem Verlangen emporziehen kann. So lehren Wir das Herz, den Rhythmus der Zukunft aufbauen, denn ohne diese Regungen ist es schwierig, in die Wirklichkeit der Zukunft einzugehen; ebenso schwierig wie für die Menschen, den Schaden zu erkennen, den sie in vielem anrichten. Es ist offensichtlich, dass, wenn in ein fertiges chemisches Gemisch Abfall geworfen wird, sich die erhoffte Reaktion verändert. Keine Kraft vermag wieder die ursprüngliche Verbindung herzustellen; so können sich auch die üblen Taten nicht verflüchtigen; deshalb ist es leichter, dem Übel vorzubeugen als es wiedergutzumachen.

‹ § 80 · Inhaltsverzeichnis · § 82 ›