Herz, § 562

Jeder Feldherr wird bestätigen, dass es besser ist auszuweichen als eine Niederlage zu riskieren. Ähnliche Vorsicht muss auch immer in Bezug auf die Herzenergie angewendet werden. Vorsichtig vereinen Wir die im Geiste Verbundenen nach ihren Charakteren, um bei gemeinsamen Anstrengungen nicht einzelne Kämpfer zu überlasten. Wenn Wir euch bitten alle Kräfte in eine Richtung zu lenken, so bedeutet dies, dass ihr wie ein Bogen gespannt sein müsst. Man sollte in Bereitschaft verharren können, diese Eigenschaft erfordert viel Übung. Versucht jedoch nie, die Herzensenergie für Rache anzuwenden, dies ist unmöglich. Außerdem kennen die Herren des Karmas die gesetzmäßigen Auswirkungen. Wir wollen auch nicht vergessen, dass das Herz es versteht, selbstständig dem Aufbau zuzustreben. Zerstörung entspringt nie dem Herzen. Westliche Wissenschaftler wenden bei der Hypnose manchmal Herzenergie an, meistens jedoch unbewusst; dann wirkt die Hypnose auch ohne Schlaf besonders stark. So muss man im geistigen Kampf allem einen Tropfen Herzenergie beifügen. Man muss dies bewusst tun. So kann man ein anderes Herz zum Handeln bewegen. Man darf solche Unterhaltungen der Herzen nicht als Kinderei betrachten. Wie ein bewusst gesprochenes Gebet, so müssen wir das Herz zwingen, seine Energie zu sammeln – so spannt man den Bogen. Sobald das Herzensfeuer bei jeder Berührung strahlt und lodert, kann der Anruf an das Herz auch lautlos erfolgen. Zu Beginn der Herzenserziehung müssen wir jedoch mit unserem Zentrum sprechen – als unser Zentrum können wir das Herz mit Recht bezeichnen.

‹ § 561 · Inhaltsverzeichnis · § 563 ›