Herz, § 561

Es ist das höchste Gebot, die Kraft des Herzens von der abstrakten Ethik in die Wissenschaftlichkeit zu bringen. Die Evolutionsstufe des Herzdenkens hätte in unseren Zeiten des Harmagedons als einzige Rettung der Menschheit beginnen sollen. Warum wollen die Menschen nicht auf das eigene Herz hören? Sie sind bereit alles Unbekannte zu erforschen, das Naheliegendste lehnen sie jedoch ab. Auch wenn sie das Herz als Pumpe bezeichnen, sie sollten wenigstens alle Eigenschaften dieses Apparates beobachten! Wir betonen nicht nur die moralische Bedeutung des Herzens, diese ist ja offensichtlich. Jetzt wird das Herz als rettende Brücke zur Feinstofflichen Welt gebraucht. Man muss betonen, dass das Verstehen der Eigenschaften des Herzens der rettende Schritt für die Welt ist. Nie zuvor wurde von Rettung gesprochen. Wer taub bleibt, muss alle Folgen auf sich nehmen! Man begreife, dass gerade jetzt das menschliche Herz ungeahnte Wahrnehmungsmöglichkeiten bietet. Der katastrophale Zustand der niedrigsten Sphären des Planeten wirkt sich auf die Herztätigkeit aus. Nicht die alten Epidemien muss man fürchten, sondern eine ganze Menge von Leiden, die durch falsche Behandlungen des Herzens hervorgerufen werden. Das Schlimmste wäre, dies als vage Prophezeiung aufzufassen. Nein, man muss diese Schlussfolgerung als präzisestes Forschungsergebnis anerkennen. Alles Herumreden und Umgehen muss beseitigt werden. Quatschen ist nicht angemessen, und Zweifel ist nur dort erlaubt, wo der Mensch die Bedeutung des Herzschlages noch nicht verstanden hat. Möge jeder bedeutungsvolle Tag an das Herz, als etwas Unaufschiebbares, gemahnen. Möge man sich täglich an diese Bedeutung erinnern, das Herz ist etwas, das am wenigsten missachtet werden darf!

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