Herz, § 539

Ihr wisst bereits, warum der Magnet über den Scheitel gehalten wurde. Doch man sollte die alte Heilweise des Herzens mittels Magneten nicht vergessen; ebenso die Stärkung der Nerven und das Wissen, sie dem Strom der Nervensubstanz entsprechend zu magnetisieren. Man sollte diese alten Heilmittel genau prüfen; sie entsprechen vor allem dem Beginn der Erkenntnis von Strahlen und Strömen. Natürlich, nicht nur die magnetischen Eigenschaften der Metalle bewirken kräftige Reaktionen, sondern auch viele andere Eigenschaften entsprechen der mineralischen Grundlage unseres Organismus. Das Auflegen der Metalle auf den Körper ruft eine starke Wirkung hervor. Doch man sollte die besonderen Eigenschaften der verschiedenen Hautbeschaffenheiten in Erwägung ziehen. Fette Hautablagerungen können feinstoffliche Einwirkungen stark behindern; deshalb hat man sich im Altertum bemüht, die Fettablagerungen zu vernichten. Allerdings hat das Massieren mit Pflanzenölen mit den Fettablagerungen des Körpers nichts zu tun. Im Gegenteil, das Pflanzenöl löst das Fett mitsamt seinen Giften auf. So kann man bemerken, dass im Altertum die Hygiene des Körpers zuweilen auf einer höheren Stufe stand als heute. Die Alten erkannten den Wert der mineralischen Zusammensetzung des Wassers für ihre Waschungen, doch gegenwärtig schenkt man dem kaum Beachtung. Wahrscheinlich würde man heute darüber lachen, wenn man daran erinnert, dass für den Scheitel, für den Bereich des Herzens und für die Gliedmaßen ganz unterschiedliche Wohlgerüche verwendet wurden. Ein verfeinertes Verständnis für die Bedürfnisse des Körpers schützte viele Generationen. Man mag sich beispielsweise erinnern, wie behutsam die Ägypter den Zustand der Schwangerschaft behandelten. Heute untersucht man die Geschmäcker oder die seltsamen Bedürfnisse der Schwangeren kaum. Aber früher bestimmten zu Beginn der Schwangerschaft die Tempelärzte, den astrologischen Daten gemäß, die notwendigen mineralischen und pflanzlichen Einwirkungen. Auf diese Weise wurde die Entbindung selbst beträchtlich erleichtert. Aber jetzt verwenden die Menschen, anstatt weise einleitende Maßnahmen zu treffen, grobe Narkotika und wollen nicht begreifen, dass die Bindung zum Kind noch nicht aufgehoben ist. Das Herz der Mutter ist zuweilen sehr angestrengt, und jedes Narkotikum wirkt auf die Milch – daher bedarf es des Zusammenwirkens mit der Natur.

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