Herz, § 536

Von den Feuern des Herzens ist die Flamme der Selbstlosigkeit die lebhafteste. Gerade diese Rüstung wehrt die feindlichen Pfeile ab und schafft die berühmte Unverletzbarkeit. Das Feuer des Mutes ist nur ein Teil der Flamme der Selbstlosigkeit. Gewiss, Selbstlosigkeit bedeutet nicht unbedingt, ein Brandopfer zu werden, doch sie entspricht der Bereitschaft, sich für den Sieg des Werkes der Höchsten Welt einzusetzen. Auch bei geringster Abweichung von der Hierarchie kann man ein Abnehmen der Feuer wahrnehmen. Wie ein Wirbelwind die Fackeln auslöscht, so zerstört das Abweichen in den Abgrund des Chaos die Feuer des Herzens. Ist es nicht seltsam, die Abtrünnigen und jene, die zum Sieg schreiten, an einem Tisch zu sehen? Sie teilen scheinbar gleichermaßen gemeinsam die irdische Nahrung, doch ihre Geister sind schon in gegensätzlichen Bereichen. Das geläuterte Herz fühlt diese Gegensätze. Oft zögert das Herz, der Erscheinung nach zu urteilen, doch das Wesen ist klar.

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