Herz, § 431

Man kann bei Menschen eine Unaufmerksamkeit bemerken, gleich einer sonderbaren Geistesabwesenheit. Bei diesem Vorgang nehmen sie ihre Umgebung nicht wahr. Neben Geistesabwesenheit und Herzverfettung sollte man dafür auch viele andere, höhere Gründe nicht ausschließen. Der Geist kann seine Arbeit zu verschiedenen Zeiten leisten. Er bedarf weder zeitweiliger Unterbrechungen noch besonderer Vorbereitungen – er fühlt das Bedürfnis entweder selbst oder wird angerufen. Er dirigiert seine fernen Verbindungen auf verschiedene Weise. Die Geschichten von Heiligen, die plötzlich scheinbar in einen Trancezustand fielen und während dieser Zeit große geistige Hilfe leisteten, beruhen auf Wahrheit. Oft wird eine solche sogenannte Trance weder von den Anwesenden noch von den Betroffenen selbst bemerkt. Nur das Nichtbewusstwerden der umgebenden Umstände bewies die völlige Abwesenheit. Es ist unmöglich, die Dauer dieser Abwesenheit zu ermessen, weil es für den Geist keine Zeitrechnung gibt. Doch jeder, der sich in ähnlichen Abwesenheitszuständen befand, kann sagen, dass etwas jenseits irdischer Dimensionen vor sich ging. Man sollte dieses Entrücktsein beachten. Man kann allmählich ganz flüchtig sogar bekannte Einzelheiten erkennen. Wie ein feuriger Pfeil blitzen die Einzelheiten der geistigen Arbeit vorbei und sinken nachher nieder wie eine in Gift getauchte Blume. Die große Arbeit des Geistes ist von den niederen vergifteten Sphären sehr weit entfernt!

‹ § 430 · Inhaltsverzeichnis · § 432 ›