Herz, § 366

Erlebt ihr ein Gefühl des Strebens und des Voraussehens, deutet es nicht für die nächsten Tage. Ihr fühlt oft, wie die Grundlage auf der notwendigen Bestätigung beruht. Dieses Gefühlswissen hat nichts zu tun mit dem Erfolg von morgen; im Gegenteil, es zeugt davon, dass etwas größeres bereits bestimmte Form annimmt. Gewöhnlich leiden die Menschen unter eigener Unangemessenheit. Oft behindern sie durch ihre vorgefassten Meinungen den Strom der sich schon gestaltenden Ereignisse. Trost liegt nicht im Morgen, sondern in herrlichen Zeiten. Aber das Gefühlswissen hat Recht.

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