Gemeinschaft, § 36

1925 – XI – 7

Ich fühle, wie die Aufschichtung von Ereignissen beschleunigende Wellen herantragen. Diese Wellen dienen dem kosmischen Aufbau. Ich schreibe Meine Aufzeichnungen über Möglichkeiten und komme zu dem Schluss, dass gerade jetzt alles möglich ist. Es ist seltsam, wenn Vertrauen auf das Höchste entlang dem Pfad mit Argwohn dem Höchsten gegenüber wandert, wenn Schmähung und Lobpreisung in einem Chor sein können, wenn Heftigkeit und Friedfertigkeit Freude gebären. Wenn Misserfolg sich als ein Zeichen des Erfolges erweist, und wenn Entfernung als ein Zeichen der Nähe gilt, dann werden die Ströme der Ausstrahlungen der Gestirne mit den inneren Feuern vereinigt. Solch eine Zeit kennzeichnet einen neuen Zyklus, und selbst die noch nicht angenommene Gemeinschaft dient als Brücke. Lasst uns mit einer heiteren Note enden. Ist es unmöglich, auf dem Jupiter über Börsenspekulationen zu sprechen, oder auf der Venus über Freudenhäuser? Die Vorstellung ist einfach undenkbar. Selbst ein Kaminfeger wäscht sich das Gesicht, wenn er zu Besuch geht. Könnten die Menschen denn schlechter sein? Die Zeit ist gekommen, die Erde auf einen neuen Pfad zu setzen.

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