1925 – XI – 3
Die Erweiterung des Bewusstseins ist ein Grund zum Beglückwünschen. Kein Laboratorium ist in der Lage, dieses dauernde Wahrnehmen von unbegrenzten Möglichkeiten zu bieten. Nur persönlich, bewusst und frei ist es möglich, sich an die ununterbrochenen Stufen aus dem Raum anzupassen. Die Lehre vermag die Tür zu öffnen, doch eintreten kann man nur selbst. Weder Belohnung noch Gerechtigkeit, sondern das unumstößliche Gesetz trägt den inkarnierten Geist in einer aufsteigenden Spirale empor, wenn er die Notwendigkeit der Bewegung erkannt hat. Der Lehrer darf diese Erkenntnis nicht beschleunigen; denn jede Beeinflussung würde die persönliche Errungenschaft beeinträchtigen. Eine Sache ist es, abstrakt über die fernen Welten zu sprechen, eine andere, als Teilnehmer sich dort bewusst zu werden. Nur wer sich den Weg zur Schönheit nicht verschloss, kann begreifen, wie nahe ihm die fernen Welten sind. Das Ohr vermag Bruchstücke des Großen Atems einzufangen, doch das geistige Wissen räumt dem Menschen einen Platz in der Unbegrenztheit ein. Es ist nützlich, auf entfernte Epochen zurückzublicken, wenn dieses Bewusstsein geweckt wurde. Wir sehen, dass das kosmische Bewusstsein nicht zur Blütezeit der Wissenschaft, sondern zurzeit der Verkündigung von Religion erwachte, denn nicht Hypothesen, sondern allein geistiges Wissen führt zu den Sternenpfaden. Ich bedauere, dass keine astronomischen Berechnungen den Augenblick der Verbindung voranbringen konnten, ebenso wenig, wie eine Ameise mit einer Riesenkanone zu schießen vermag. Es ist besonders wertvoll, dass solch eine Heldentat mit Hilfe des Geistes bekundet werden muss. Hier sprechen wir sozusagen materiell, doch ohne Geist lässt sich diese Energie nicht anwenden. Gerade der Geist verleiht der Materie eine bestimmte Eigenschaft. Der Zustand der Erde erfordert einen außergewöhnlichen Arzt. Der Planet ist krank, und wenn es nicht gelingt, ihn voranzubringen, dann wäre es besser, ihn vorübergehend aus der Planetenkette auszuschließen – es mag wie mit dem Mond geschehen. Die Brutstätten der niederen Schichten der Feinstofflichen Welt sind in gefährlichem Maß unerträglich geworden. Man darf auch nicht vergessen, wie die Menschheit unter den Einfluss der niederen Schichten der Feinstofflichen Welt geriet. Die Gemeinschaft wird allen helfen, der Gemeinschaft jedoch wird die Erweiterung des Bewusstseins helfen.