Gemeinschaft, § 251

1927 – III – 9

Die heutige Industrie und die gesamte Erzeugung von Gegenständen sind quantitativ und qualitativ derart unausgeglichen, dass die Möglichkeit einer richtigen Verteilung der Gegenstände derzeit ausgeschlossen erscheint. Gewaltsame und wahllose Verteilung erzeugen List und Lügen. Kann man in Untätigkeit neue Möglichkeiten erwarten, oder sollte man das Bewusstsein seinem Wesen nach vertiefen? Ihr erinnert euch der Worte Buddhas über den Schüler, der, umgeben von Sachen, dennoch bewusst persönlichem Besitz entsagte. Es ist zwecklos, zu versuchen, Sachen gewaltsam wegzunehmen und so eine Leidenschaft für Plunder zu schaffen. Das Wichtigste ist, vernünftig ein erzieherisches Programm über die erniedrigende Bedeutung von Besitz durchzuführen. Es ist unbedeutend, ob jemand in einem eigenen Lehnstuhl bleibt, doch wichtig ist es, dass die Jugend die Albernheit erkennt, ihren eigenen Lehnstuhl haben zu müssen. Es ist notwendig, dass dieses Bewusstsein sich nicht als Entsagung, sondern als freie Errungenschaft offenbart. Wenn die Menschen frei von List die Unzweckmäßigkeit persönlichen Eigentums erkennen werden, dann wird eine Gemeinschaft von Mitarbeitern heranwachsen.

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