1927 – III – 7
Zögert nicht, mit dem Studium der psychischen Energie zu beginnen. Zögert nicht, sie anzuwenden, sonst wird ein Meer von Wellen alle Deiche hinwegspülen und die Gedankenströme in Chaos verwandeln. Eignet euch die Devise an: ‘Wer nicht zögert, kommt nicht zu spät.‘ Lehnt den Grundsatz des Realisten über genaue Arbeit nicht ab. Nur ohne Aufschub und mit klarem Denken kann man die Bildungen von Gemeinschaften unterscheiden. Sagt den Freunden, wie sehr die Zeit drängt und dass Versäumtes nicht nachgeholt werden kann. Sagt ihnen, dass die Lehre der Gemeinschaft in Übereinstimmung mit den Erscheinungen der Energie voranschreiten muss. Der übliche Fehler ist, dass man versucht, den sozialen vom wissenschaftlichen Aufbau zu trennen. Es ist schwierig, sich den Wissenschaftler außerhalb der Gemeinschaft vorzustellen. Ist es denkbar, in der Zeit der Beschleunigung der Evolution abseits zu stehen? Kann man die Erscheinungen des Blitzes verschlafen? Furchtlos und ohne Selbstbemitleidung muss die Last der Wachsamkeit auf sich genommen werden. Es darf keine Müdigkeit geben, wenn an den Toren Verwüstung herrscht, wenn die Macht der psychischen Energie sich in einen unaufhaltsamen Strom ergießen kann. Vergleicht eure Lage mit jener in Holland, wo der Meeresspiegel oft höher ist als das Land. Welch unermüdliche Wachsamkeit ist dort erforderlich, um die Kanäle und Deiche zu hüten! Nehmt den Zustrom von psychischer Energie als fruchtbringende Welle an. Der Verlust dieser Möglichkeiten bedeutet für die Gemeinschaft einen nicht wiedergutzumachenden Schaden. Überlasst es der alten Welt, Angst vor dem Studium der psychischen Energie zu haben. Ihr aber, die ihr jung, stark und unvoreingenommen seid, untersucht mit allen Mitteln die Gabe, die vor euren Toren liegt, und nehmt sie in Empfang. Schaut mit Adlerblicken um euch und nehmt sprungbereit wie ein Löwe Besitz von dieser vorbestimmten Macht. Säumet nicht! Zeigt euch geneigt für die Lehre der Wirklichkeit!