Gemeinschaft, § 240

1927 – II – 24

Könnte man sich mit einem Leben persönlicher Bereicherung zufriedengeben? Könnte man sich die jeden Gegenstand sättigende freie Urmaterie aneignen? Lernt es, das unvermeidliche Vorhandensein von Materie in jedem Gegenstand zu spüren. Oft anerkennen die Menschen die Materie in einem fernen Äther, doch sie finden es absurd, die Materie in den für den täglichen Gebrauch angefertigten Gegenständen zu bestätigen. Während Wiedererkennung der erhabenen Materie in jedem Gegenstand die Vorstellung über alle Details des Lebens hebt. Ihr werdet natürlich überall auf Misstrauen stoßen. Gewiss, gerade wenn ihr euch auf wissenschaftlich-physikalisch Überlegungen beziehen werdet, werden die Menschen von der Metaphysik eurer Überlegungen sprechen. Schenkt den Argumenten der Unwissenden keine Beachtung. Nur eines ist wichtig: die Welt-Zusammenarbeit als eine absolute Notwendigkeit der Evolution zu betrachten. Unwissenheit, Eigensinn, Gemeinheit können die Errichtung der Gemeinschaft nicht behindern. Es ist notwendig, die Unanfechtbarkeit der Evolution der Zusammenarbeit anzuerkennen. Es ist notwendig, jede Stunde des Lebens in eine lebendige fortschrittliche Bewegung zu verwandeln. Kann man wie eine blinde Natter leben? Ihr wisst, wo man euch erwartet und wer eurer Nachricht entgegensieht. Dies wird eure eilige, einsame Reise beflügeln.

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