Gemeinschaft, § 207

1927 – I – 18

Fördert keine kosmogonischen Gespräche, solange das Bewusstsein nicht gefestigt erscheint. Führt Zweckmäßigkeit des Unterrichts in den Schulen ein. Bietet den Erfolgreichen Gelegenheit für schnellsten Fortschritt. Wird es nicht ein Abtöten von Möglichkeiten sein, wenn ein lebendiges Schiff sein Segel heruntersetzen muss, um sich einer Gliederung anzugleichen? Wisst ihr, wie die Harmonie im Segeln des Schiffes geschaffen wurde? Und ist es nicht dafür gebaut worden, um der größten Gefahr zu widerstehen? Wie kann man es dann zum Befördern von gefrorenem Gemüse benutzen? Bewahrt immer eine Möglichkeit des verantwortungsbewussten Fortschreitens. Lasst vom ersten Schuljahr an keinen langsamen Schritt zum Hindernis für Beschleunigung werden. Möge der Lehrer kühnen Auges jene erkennen, die eilig voranschreiten können. Es ist nicht notwendig, sie zu loben, doch sollte man ihnen den Pfad ebnen. Es sollten Zwischenkurse eingerichtet werden, auf diesen Stufen können die Dahineilenden empor laufen. Verheimlicht ihnen keine Schwierigkeiten. Für einen gewissen Bewusstseinstyp bedeutet jede zur Heldentat führende Bewegung bereits ein Licht und eine Freude. Es kommt auch auf den Lehrer an, die Denkrichtung eines Schülers schnell zu bestimmen, denn eine irrige Ausrüstung ist ein schweres Verbrechen, durch das man die besten Arbeiter verlieren kann. Jedes starre Programm ist ein Leichnam, der die Sonne des Wissens nicht verträgt. Es ist notwendig, so schnell wie möglich die Schule durch Überprüfen des Bewusstseins des Lehrers zu festigen. Schafft eine bessere Stellung für ihn, um ihm eine Verantwortlichkeit für das Bewusstsein der Gemeinschaftsarbeiter aufzuerlegen. Es ist unmöglich, dass Schulen der Zukunft an jene Viehhöfe erinnern, in denen frühere Generationen verstümmelt wurden. Fanatismus und Verbote sind durch Möglichkeiten zu ersetzen. Erteilt Unterricht im Handwerk, gestattet die Wahlfreiheit und fordert Qualität der Arbeit. Dazu muss jeder Lehrer die Bedeutung der Qualität verstehen.

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