Gemeinschaft, § 189

1927 – I – 1

Der Fischer kehrt mit seinem wertvollen Fang freudig heim. Die Menschheit wurde nicht zum Unglück erschaffen. Der Mensch ist der gleiche freudige Fischer mit einem vielfältigen Fang. Gewiss, der Fang ist verschieden, doch die Freude ist die gleiche und unveräußerlich – die Freude des Gedankens an die Zukunft. Weder Fische noch Vögel, noch andere Tiere wissen um die Zukunft. Doch der Mensch weiß bereits über die Unvermeidlichkeit einer Zukunft. Dieser Ruf des Raumes bringt unermessliche Freude. Wer die Zukunft fürchtet, verharrt noch in einem tierischen Zustand und sieht das Weltenmahl noch nicht vor sich. Lernen, sich zu versenken und den Gedanken an die Zukunft erheben, bedeutet, in ihr einen Platz einnehmen, der zusammen mit dem Bewusstsein wächst. Wer keine äußere Hilfe erwartet, kennt den Wert des eigenen Hammers. Jeder, der den Weg in die Zukunft kennt, kann seinen Fang ohne Furcht tragen. Doch ein Teil der Menschheit sieht sogar den Faden in die Zukunft nicht. Losgerissen und umhergefegt wie Herbstlaub, wirbeln sie den Staub von fremden Märkten auf. Eine Staubwolke wird die Tore der Gemeinschaft verhüllen, und staubiges Denken wird alles in Schutt verwandeln. Wenn es finster und bedrohlich ist, dann richtet das Bewusstsein auf die Zukunft. Wir nennen die Zukunft einen fliegenden Teppich. Lehret die Kinder, hoch zu fliegen. Ersetzt die Legende über die Arche durch eine über das Luftschiff.

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