Gemeinschaft, § 186

1926 – XII – 24

Jede Gemeinschaft bedarf der Verteidigungsmittel. Wir sind keine gewaltsamen Eroberer, aber dennoch registrieren Wir Unsere Feinde und täuschen Uns nicht in ihrer Zahl. Strahlen, Gase und Luftüberwachung werden die besten äußeren Maßnahmen sein, doch die wirksamsten Mittel werden die Produkte der psychischen Energie sein. Keineswegs wollen Wir ein Schauspiel schutzloser Schäflein bieten! Reales Wissen ist immer zu einer Antwort bereit! Wir sind nicht daran interessiert, jemanden zu schrecken, doch Wir müssen die Warnung erteilen: ‘Hüte dich, Unwissender!‘ Jetzt ist die Zeit, allen, die in Gemeinschaft vereinigt sind, zuzuflüstern: ‘Seid euch eurer psychischen Befehle bewusst.‘ Es gibt Fälle und wird sie geben, wo ihr in vollem Bewusstsein die Verantwortung für einen entscheidenden Befehl auf euch nehmen könnt. Doch verstärkt in dieser Zeit die volle Scharfsicht, um den Umkreis eurer Zielscheibe klar wahrzunehmen. Die hässlichste Folge wird ein fehlgelenkter Befehl zeitigen. Unterwegs wird man mit den unerwartetsten Manifestationen in Berührung kommen, und wer kann die Folgen eines unvernünftigen Pfeiles prüfen? Vor langer Zeit sagte Ich dem Feind: ‘Ich will in meinem Schild alle deine Pfeile aufnehmen, doch Ich werde dir nur einen senden.‘ In diesen Worten ist Unser ganzer Rat enthalten. Jedes Mitglied der Gemeinschaft muss die Technik des Kampfes kennen, und besonders wichtig erscheint es, Pseudomitglieder zu erkennen und sie hinter die Mauer zu treiben. Weder Länge des Bartes noch Zählen von Ketten, noch Lahmheit, noch Versicherungen, noch zufällige Anzeichen sind als Beweis von Wert. Nur ein gesammeltes Bewusstsein, das in seiner täglichen Wachsamkeit klar und im Schlaf aufrichtig ist, kann das Gesicht der wahren Sehnsucht darstellen. Häufig ist Schlaf aufrichtiger als Wachsamkeit. Jede Aufrichtigkeit hat das Recht, gewappnet zu sein; und ein unveränderlicher Befehl gebiert und vernichtet.

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