1926 – XII – 16
Wir wollen an die in der Gemeinschaft völlig unzulässigen Eigenschaften erinnern: Unwissenheit, Angst, Lüge, Heuchelei, Eigennutz, widerrechtliche Aneignung, Trunksucht, Rauchen und Unzucht. Jemand könnte sagen: ‘Wollt ihr Engel sammeln?‘ Dann müssen Wir fragen: ‘Sind denn alle auf Erden Lügner oder Trunkenbolde? Wir kennen viele Mutige und Aufrichtige!‘ Wieder wird man sagen: ‘Die Anforderungen sind zu hoch.‘ Wir werden antworten: ‘Kann es sein, dass es bei euch nur Schandmäuler und Eigennützige gibt? All diese Anforderungen fürchtet nur der Spießbürger, der seinen Reichtum unter seiner Schwelle versteckt. Im Himalaya fanden Wir bereits vor langer Zeit Menschen, für welche die genannten Bedingungen kein Schreckbild darstellten.‘ Ich rate, die Mitglieder der Gemeinschaft zu beobachten. Wenn jemand nicht alle Bedingungen fassen kann, so möge er aller Möglichkeiten der Zusammenarbeit beraubt sein. Er möge sich benehmen wie ein Tier, bis er sich zum Menschentum hingezogen fühlt. Solange das Bewusstsein die Gemeinschaft nicht angenommen hat, scheint das Geringste unüberwindlich. Man kann jede Schwäche überwinden, wenn die Aufgabe der Zukunft klar ist. Fühlt euch mit der Zukunft verbunden, und die Angst der Gegenwart wird schwinden. Fasst das Gesagte nicht als eine gewichtige Redensart auf, sondern schleift eure steinernen Herzen ab, Maurer. Denn nach dem Herzen versteinert das Gehirn. Kann man daran zweifeln, dass ihr eure Mängel besiegen wollt? Für den Anfang lügt nicht, fürchtet euch nicht und lernt jeden Tag. Es ist nicht notwendig, dies den Mitgliedern der Gemeinschaft zu wiederholen, doch es kann auch Pseudomitglieder geben, und diese müssen, als wären sie mit Syphilis angesteckt, isoliert werden. Ich wünsche, dass Meine Ratschläge die Schulen erreichten, Ich wünsche, dass Kinder sich der FREUNDE erinnern, die sich der Gemeinschaft der Welt widmeten.